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Autokauf im Internet Die Amazonisierung des Autohandels

Bislang werden vor allem Gebrauchtwagen im Internet gehandelt. Doch demnächst soll der gesamte Autohandel digitalisiert werden – mit ersten Modellen über Amazon. Was das für Händler und Hersteller bedeutet.
6 Kommentare
Viele Käufer möchten nicht auf die Testfahrt verzichten. Quelle: gms
Neuwagenkauf im Autohaus

Viele Käufer möchten nicht auf die Testfahrt verzichten.

(Foto: gms)

DüsseldorfDas Internet hat den Handel innerhalb weniger Jahre rasant verändert. Zunächst war es Amazon, das die Buchhändler unter Druck setzte. Dann fingen Modehändler wie Zalando an, mit den Läden in der Innenstadt zu konkurrieren. Und mittlerweile werden selbst Lebensmittel immer öfter über das Netz verkauft.

Allein der Autohandel findet zu großen Teilen immer noch im Autohaus statt. Im vergangenen Jahr wurde weltweit nur jeder zehnte Neuwagen im Internet gekauft. Und dabei wurden sogar die Käufe mitgezählt, die zwar im Netz angebahnt, aber letztlich über einen niedergelassenen Händler abgewickelt wurden.

Doch die Nachfrage nach dem digitalen Autokauf soll laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung Capgemini Consulting deutlich zunehmen. Dafür wurden Verbraucher in China, Deutschland und den USA zu ihrem Verhalten beim Autokauf befragt. Rund drei Viertel aller Befragten könnten sich demnach vorstellen, ihr nächstes Auto im Netz zu kaufen. Gerade bei jungen Käufern steigt das Interesse, ihr Auto so zu kaufen, wie sie es auch in anderen Bereichen gewohnt sind.

Denn bislang funktioniert der Autohandel seit Jahren nach einem ähnlichen Prinzip: Kaufpreise werden beim Autohändler meist verhandelt. Das hinterlässt bei vielen Käufern die Unsicherheit, zu viel bezahlt zu haben. Erfolgreiche Autohändler im Netz müssten nach Ansicht der Berater darum mit Niedrigpreisgarantien und einer stärkeren Vergleichbarkeit der Angebot arbeiten.

Welcher Hersteller teurer als Porsche ist
Platz 11: Dacia
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Konkurrenzlos günstig – das gilt für Neuwagen von Dacia. 2016 bezahlten in Deutschland Neuwagenkäufer für ihren Dacia im Schnitt 12.280 Euro. Das ist wie schon im Vorjahr der niedrigste Wert. Im Dreijahresvergleich gegenüber dem Jahr 2013 ist der Durchschnittspreis sogar um 60 Euro oder 0,5 Prozent gefallen.

Quelle: CAR-Center Automotive Research (Nicht berücksichtigt in dieser Rechnung sind Zusatzausstattungen, die Neuwagenkäufer geordert haben. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind Rabatte, die beim Kauf eingeräumt wurden.)

(Foto: dpa)
Platz 10: Opel
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Schon auf Platz zehn folgt Opel. Hier lag 2016 der Durchschnittspreis für Neuwagen bei 22.150 Euro. Die Rüsselsheimer haben für flotte Werbekampagnen wie „Umparken im Kopf“ zwar Lob, Aufmerksamkeit und Preise kassiert. Die Käufer konnten dadurch aber nicht dazu bewegt werden, höherwertige Modelle zu kaufen. Der Anteil der „Kleinen“ – also der Modelle Adam, Agila, Karl und Corsa – an den Neuwagenzulassungen betrug im Jahr 2013 in Deutschland 35 Prozent. Mittlerweile ist er sogar leicht auf 36 Prozent gestiegen. Ebenfalls ein Faktor: Wichtige SUV fehlen im Opel-Angebot.

(Foto: dpa)
Platz 9: Skoda
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Skoda würde sich gerne von seinem Billigimage verabschieden und konnte auf diesem Weg im Jahr 2016 einen kleinen Erfolg erzielen. Im Gegensatz zu Ford konnte der Autobauer seinen Durchschnittspreis steigern: auf 23.900 Euro. Das sind knapp 3.500 Euro mehr als im Juli 2015.

(Foto: Reuters)
Platz 8: Seat
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Wie auch Skoda ist Seat eine Tochter von Volkswagen. Beide buhlen um dieselbe Kundschaft und sind in der der gleichen Preislage unterwegs. Im Jahr 2016 lag der Durchschnittspreis von Seat-Neuzulassungen mit 24.320 Euro allerdings über dem von Skoda.

(Foto: Reuters)
Platz 7: Ford
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Ford ist in dem Ranking einer der Gewinner. Die Kölner konnte den Anteil der kleinen Modelle an ihren Neuzulassungen senken. 2013 lag der Anteil von Ka und Fiesta noch bei 27 Prozent, im Jahr 2016 ist dieser Anteil auf 19 Prozent geschrumpft. Ford verkauft also höherwertigere und größere Modelle. Im Vergleich zu 2015 stieg dadurch den Durchschnittspreis von Neuwagen von 21.946 Euro auf 27.100 Euro. Nicht zuletzt dadurch hat Ford den Turn-Around geschafft und rechnet im Jahr 2016 mit einer Milliarde Euro Gewinn. Das Marketing ist zwar „zurückhaltend“, man spart sich Messen wie etwa Paris – aber im Modell-Mix fährt die Marke gut.

(Foto: Reuters)
Platz 6: VW
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Der Diesel-Affäre zum Trotz: In Deutschland erzielt der Platzhirsch immer noch bessere Preise im Volumensegment als viele Konkurrenten. Im Vergleich zum Vorjahr konnte VW den Durchschnittspreis von 25.508 Euro auf 29.200 Euro erhöhen.

(Foto: AFP)
Platz 5: Audi
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Binnen drei Jahren hat Audi einen Sprung nach vorne gemacht. Seit 2013 stieg der Listenpreis des Durchschnitts-Audi um 13 Prozent auf 43.050 Euro. Das erreichte Audi, indem es den Anteil der kleineren Modelle an den Neuzulassungen senken konnte. Im Jahr 2013 betrug der Anteil von A2, A3 und Q2 noch 35 Prozent, im Jahr 2016 sank dieser auf 30 Prozent.

(Foto: Reuters)

Für die Unternehmensberater gibt es Gründe dafür, dass der Autohandel im Netz bislang noch keine großen Marktanteile erobert hat. „Die Autohersteller sind besorgt, welche Folgen der Online-Handel für die Händler haben könnte“, sagt Capgemini-Autoexperte Markus Winkler. Darum scheuen viele davor zurück, im Netz große Rabatte zu gewähren und halten zu oft am bisherigen Vertriebsmodell fest.

Doch das könnte in den kommenden Jahren nicht mehr reichen. Kleinere Automarken ohne großes Händlernetz haben es leichter, ihren Handel zu digitalisieren. Elektropionier Tesla setzt auf einen Direktvertrieb, bei dem der erste Kontakt in der Regel im Netz zustande kommt. Auch der chinesische Marke „Lync & Co“ setzt auf digitale Vertriebsmodelle.

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6 Kommentare zu "Autokauf im Internet: Die Amazonisierung des Autohandels"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Ali immer handeln mit diese Autos ohne die Mann in die Schiebestuhl.
    Computer wichtiga für Kunden locken für die Automarkt.

  • @Leo Löwenstein
    Und wieder ein Hetz-Kommentar zu unseren Politikern unter einem Artikel, der überhaupt gar nicht damit zu tun hat.
    Glückwunsch, Sie haben sich gerade lächerlich gemacht, aber im Internet kann man ja zum Glück anonym nach Lust und Laune hetzen, motzen und schlecht machen. Ich hab da mal einen ganz abwegigen Vorschlag: Wie wäre es denn, wenn Sie mal konstruktive Kommentare schreiben? Oder fangen Sie doch erstmal mit Kommentaren an, die etwas mit dem Thema zu tun haben? Ich weiß, ich weiß, klingt zunächst vollkommen abwegig, denn damit könnte man ja etwas zur Gesellschaft beitragen. Aber trotzdem, denken Sie doch mal darüber nach. Danke.

    #makehandelsblattgreatagain

  • Bei uns läuft das schon lange so. Kein Gefeilsche mehr im Laden und den vollen Preis auf dem Bildschirm.
    Ich brauche keinen "netten Fuzzi" der mir irgendeine Option andrehen will, die ich nicht brauche.
    Hier geht es nur um den Preis und sonst gar nix.
    Am Besten kann ich dasAuto gleich mitnehmen und überweise auf das Konto.

    Die Schlüsseluebergabe reicht, alles Primporium aissenherum kostet nur Geld.
    Der Autokauf sollte so sein wie ein sofa kauf bei Ikea.
    Eine BMW Erlebniswelt etc brauche ich nicht, aber eine gute und zuverlaessig Werkstatt ohne ueberzogene und vergoldete Preise fuer Ersatzteile und Arbeiten.
    Wer guten Service und gute Preise hat ist mein mann. Dazu gehört nicht unbedingt ein ein Espresso.

  • Das finde ich gut. Dann kann der Postbote gleich meine Pakete im neuen Auto mitbringen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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