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Autokrise GM-Desaster lässt Opel zittern

Die Schieflage des US-Autoriesen General Motors trifft auch die deutschen Opel-Mitarbeiter. Weil GM die finanziellen Reserven ausgehen, plant der Konzern in Europa ein weiteres Sparprogramm. Betriebsräte fürchten hierbei ein falsches Spiel. Sie klagen über Bilanztricks der US-Mutter.
Wohin führt der Weg für Opel? In der Zentrale in Rüsselheim sind die Sorgen groß, nachdem der Mutterkonzern GM meldete, dass ihm die finanziellen Reserven ausgehen. Foto: Reuters Quelle: Reuters

Wohin führt der Weg für Opel? In der Zentrale in Rüsselheim sind die Sorgen groß, nachdem der Mutterkonzern GM meldete, dass ihm die finanziellen Reserven ausgehen. Foto: Reuters

(Foto: Reuters)

NEW YORK/FRANKFURT. Die Ausläufer der amerikanischen Automobilhersteller-Krise erreichen jetzt auch Deutschland. Weil der Detroiter Mutterkonzern General Motors (GM) in eine existenzbedrohende Schieflage geraten ist, kommt nun auch auf die Rüsselsheimer Tochter Opel ein hartes Sparprogramm zu.

"Der europäische Betriebsrat und der Vorstand von GM in Europa werden umgehend Gespräche aufnehmen, um Einsparungen entlang der Wertschöpfungskette zu finden", sagte Klaus Franz, oberster Arbeitnehmervertreter von GM in Europa, dem Handelsblatt.

Betriebsrat und Management wollen eigenen Angaben zufolge einen Stellenabbau vermeiden. Dazu sollen fremdvergebene Aufträge für Entwicklung, Verwaltung und Produktion ins eigene Haus zurückgeholt werden.

Nach jahrelangen Verlusten hatte Opel bereits 2005 rund 9 000 Stellen abgebaut und so wieder den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft. Dennoch steht die Firma aus Rüsselsheim vor einer ungewissen Zukunft, weil dem Mutterkonzern in Detroit die letzten Finanzreserven ausgehen. GM hatte am Freitag erneut einen hohen Quartalsverlust von 2,5 Mrd. Dollar ausgewiesen und dabei eingeräumt, innerhalb von 90 Tagen fast sieben Mrd. Dollar seiner bereits bedrohlich verringerten Kapitalreserven verbrannt zu haben.

Ohne weitere Staatshilfen werde der Konzern bis zum Jahresende auf das Niveau seiner Mindestreserve abrutschen, warnte das Management. Ende September betrugen die Cash-Reserven noch 16,2 Mrd. Dollar. Dabei benötigt GM laut Vorstandschef Rick Wagoner elf bis 14 Mrd. Dollar, um sein operatives Geschäft am Laufen zu halten. Im Oktober hat sich der Absatzeinbruch von GM-Fahrzeugen in den USA mit einem Minus von 45 Prozent noch einmal deutlich verschärft. Die Gespräche über eine Notfusion mit Chrysler wurden deshalb auf Eis gelegt. Vorrang habe jetzt allein die Liquiditätssicherung, betonte Wagoner.

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