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Automanager Weitere Anklage wegen Veruntreuung gegen Ex-Nissan-Chef Ghosn

In Japan ist mittlerweile die vierte Anklage gegen den früheren Top-Manager der französisch-japanischen Auto-Allianz erhoben worden. Erneut geht es um Veruntreuung.
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Der Ex-Manager beteuert weiterhin seine Unschuld. Quelle: dpa
Carlos Ghosn

Der Ex-Manager beteuert weiterhin seine Unschuld.

(Foto: dpa)

TokioIn Japan hat die Staatsanwaltschaft gegen den früheren Nissan-Chef Carlos Ghosn eine weitere Anklage wegen Veruntreuung erhoben. Das teilte das Bezirksgericht in Tokio am Montag mit, an dem Tag, an dem die Frist für eine Anklageerhebung oder Freilassung endete. Es ist mittlerweile die vierte Anklage gegen den früheren Top-Manager der französisch-japanischen Auto-Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi. Ghosn wird vorgeworfen, Nissan über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren um fünf Millionen Dollar geschädigt zu haben. Er soll sich persönlich bereichert haben.

Das Bezirksgericht teilte mit, Ghosns Anwälte hätten eine Freilassung auf Kaution beantragt. Es hatte Mitte April Ghosns Haft um acht Tage verlängert, um der Staatsanwaltschaft Zeit für ihre Entscheidung zu geben. Bevor sie ihre neue Anklage erhob, hatte Nissan mitgeteilt, man habe Strafanzeige gegen Ghosn wegen persönlicher Bereicherung gestellt.

Der Ex-Manager war Anfang April wieder festgenommen worden, nachdem er erst Anfang März nach mehr als hundert Tagen Untersuchungshaft auf Kaution in Höhe von neun Millionen Dollar freigekommen war. Ihm droht in Japan eine mehrjährige Gefängnisstrafe.

Ghosn bestreitet die Vorwürfe. Seine Anwälte kritisieren die erneute Haft als unmenschlich, da eine medizinische Behandlung von Ghosns chronischem Nierenleiden unterbrochen worden sei.

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