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Automesse Shanghai Chinesen erobern eigenen Markt zurück

Die Deutschen Autobauer haben auf der Automesse in Schanghai mächtig Dampf gemacht. Doch auch die einheimische Hersteller zelebrieren ihre neue Stärke.
21.04.2011 - 18:22 Uhr
Ein Model posiert vor dem FAW's X Concept Car auf der Shanghai International Auto Show. Quelle: dapd

Ein Model posiert vor dem FAW's X Concept Car auf der Shanghai International Auto Show.

(Foto: dapd)

Shanghai Geht es nach den Chinesen, ist der Trend klar: "Die Dominanz der westlichen Hersteller ist überwunden", verkündet selbstbewusst Dong Yang, Generalsekretär des Verbandes der Autohersteller Chinas. "Die Konsumenten hier wollen nicht länger nur ausländische Autos." Der aktuelle Fünfjahresplan werde den Durchbruch für eigene Forschung und Entwicklung und damit für weltweit mehr Autos aus chinesischer Produktion bringen.

Tatsächlich: Auf der Automesse Schanghai, die am Donnerstag eröffnet hat, sind bessere und schönere Autos aus China zu sehen als je zuvor. "Die einheimischen Anbieter haben hart an sich gearbeitet, so dass sie die westlichen Hersteller durchaus ärgern können", sagt Branchenexperte Christian Paul von der Unternehmensberatung Alix Partners. "Die Modelle sehen besser aus und sind in der Qualität zumindest deutlich vorangekommen." Mit dem Geely Emgrand sei es auch erstmals einem chinesischen Anbieter gelungen, das edlere Segment anzugreifen, so Paul. Auch Konkurrent Shanghai Automotive verweist mit Stolz darauf, den Absatz für sein Premiummodell Roewe im vergangenen Jahr um 77 Prozent gesteigert zu haben.

Doch der derzeit vermutlich gefährlichste chinesische Angreifer tritt sogar mit einem europäischen Namen auf: Volvo. Im vergangenen Jahr hat die Firma Geely aus Zhejiang das schwedische Traditionsunternehmen übernommen - nun will sie den maximalen Nutzen daraus ziehen. "Wir wollen unsere Wettbewerber imWachstum übertreffen und so Marktanteile gewinnen", sagt Michael Ning, Vizechef von Volvo China, dem Handelsblatt. Neben Vertrieb, Lokalisierung und Kostensenkungen nennt er die wichtigste Waffe im Konkurrenzkampf: Die chinesischen Verbraucher nehmen Volvo nach der spektakulären Übernahme als eigene Marke wahr - und werden ihr aus Heimatliebe den Vorzug geben, glaubt Ning.

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