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Automobilindustrie Elektroauto-Absatz steigt in Deutschland stark an – VDA senkt Prognose fürs Gesamtjahr

Im Juni wurden laut Kraftfahrtbundesamt dreimal so viele E-Pkws zugelassen wie im Vorjahresmonat. Der Branchenverband bleibt allgemein dennoch skeptisch.
05.07.2021 Update: 05.07.2021 - 12:51 Uhr Kommentieren
Vor allem der elektrisch betriebene Smart wird immer häufiger gekauft. Quelle: dpa
E-Smart in Hamburg

Vor allem der elektrisch betriebene Smart wird immer häufiger gekauft.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Pkw-Nachfrage in Deutschland ist im Juni rasant gestiegen vor allem wegen der wachsenden Beliebtheit von Elektro- und Hybridautos. Mit 274.152 Fahrzeugen wurden im vergangenen Monat fast ein Viertel mehr neu zugelassen als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Montag mitteilte.

Der Boom alternativer Antriebe verlieh der Entwicklung Schwung. So sorgten 33.420 neu zugelassene Elektro-Autos für einen Anstieg um 311,6 Prozent bei einem Anteil von 12,2 Prozent. Hybrid-Fahrzeuge legten um rund 153 Prozent auf 76.564 Pkw zu.

Die Spitze der deutschen Marken nahm Smart (plus 211,6 Prozent) ein, gefolgt von Opel (plus 69,3 Prozent) und VW (plus 46,1 Prozent). Einbußen gab es derweil bei Ford (minus 27,1 Prozent) und Mercedes (minus 19,3 Prozent). Die höchsten Zulassungsraten bei den Importmarken erreichten Tesla (plus 431 Prozent) und Suzuki (plus 210 Prozent).

Inzwischen hat sich der Automarkt wieder erholt, allerdings nur langsam. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1,39 Millionen Autos neu zugelassen. Das sind knapp 15 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Aber: „Die Neuzulassungen bleiben 2021 noch deutlich unter dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie“, teilte der Präsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Reinhard Zirpel, am Montag mit.

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    Als Belastungsfaktor erweist sich weiterhin der Mangel an Halbleitern. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) senkte am Montag erneut seine Jahresprognose für die Pkw-Produktion auf 3,6 Millionen Fahrzeuge. Das wäre gegenüber der von Corona-Lockdowns gedämpften Vorjahrsproduktion nur noch ein Plus von drei Prozent. Vor zwei Monaten hatte der VDA die Wachstumsprognose erst auf 13 von 20 Prozent gekappt.

    Steuerchips sind seit Ende letzten Jahres Mangelware im Automobilbau, weil die Chip-Hersteller durch die veränderte Nachfrage in der Corona-Pandemie vor allem die Produzenten von Smartphones, Computern oder Spielekonsolen beliefern. Bei allen deutschen Autobauern stehen deshalb zeitweise die Bänder still und Kurzarbeit wird angeordnet. Mittlerweile betrifft das auch BMW, nachdem die Münchner zunächst dank höherer Bestände wenig betroffen waren.

    Die steigende Zahl alternativer Antriebe wertet der VDA als großen Erfolg. „Allerdings muss die Ladeinfrastruktur aufholen“, teilte VDA-Präsidentin Hildegard Müller mit. „Bis 2030 braucht Deutschland mehr als eine Million Ladepunkte für E-Pkw und E-Transporter und damit erheblich mehr Anstrengungen.“

    Mehr: Aufgestockte Förderprämie führt zu Rekordzahlen bei E-Autos

    • dpa
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