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Automobilzulieferer Mahle baut weltweit weitere 7600 Stellen ab

Der viertgrößte deutsche Autozulieferer will weltweit jede zehnte Stelle streichen. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern werden schwierig.
16.09.2020 - 17:59 Uhr Kommentieren
Der Konzern ist hinter Bosch, Continental und ZF der viertgrößte deutsche Autozulieferer. Quelle: dpa
Automobilzulieferer Mahle

Der Konzern ist hinter Bosch, Continental und ZF der viertgrößte deutsche Autozulieferer.

(Foto: dpa)

Stuttgart Mahle will 7600 Stellen weltweit abbauen. Von den 3700 wegfallenden Stellen in Europa sollen rund 2000 auf Deutschland fallen. Der Stuttgarter Stiftungskonzern forciert damit seinen Personalabbau. „Wir haben es aktuell mit einer Krise zu tun, wie wir sie noch nicht erlebt haben“, sagte Mahle-Chef Jörg Stratmann.

Mahle prognostiziert eine Rückkehr der Fahrzeugmärkte zum Vorkrisen-Niveau erst in mehreren Jahren. Der Konzern ist mit Teilen wie Kolben für Verbrennungsmotoren groß geworden und hinter Bosch, Continental und ZF der viertgrößte deutsche Autozulieferer. Die Konkurrenten hatten bereits in den vergangenen Monaten die Streichung von Tausenden Arbeitsplätzen angekündigt.

Die Branche leidet unter dem Einbruch der Autokonjunktur. Experten rechnen mit einem Umsatzminus von bis zu 25 Prozent in diesem Jahr. Der Handlungsdruck habe sich noch einmal verschärft.

Zudem leidet die Branche unter den hohen Kosten für die Transformation zur Elektromobilität. Die Abhängigkeit vom klassischen Verbrennungsmotor hatte Mahle wie andere Zulieferer bereits in den vergangenen Jahren verringert. Nach Angaben des Vorstands beträgt der Umsatzanteil der Komponenten für Verbrennungsmotoren jetzt nur noch etwa 40 Prozent. Es werden auch Klimaanlagen, Filter und Elektromotoren gebaut.

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    Mahle war schon vor der Coronakrise stark belastet. Bereits im vergangenen Jahr machte der Zulieferer bei 12 Milliarden Umsatz einen Verlust von 212 Millionen Euro – nach einem Gewinn von 446 Millionen Euro 2018. Ein Teil des Verlustes liegt in den Kosten für den Abbau von 2500 Stellen. Diese bereits umgesetzten Kapazitätsanpassungen reichten nicht aus, sagte Stratmann. Arbeitsdirektorin Anke Felder strebt eine „sozialverträgliche Umsetzung“ des Personalabbaus an. Es stehen harte Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern bevor.

    Mehr: Umsatz der Autozulieferer könnte in diesem Jahr um ein Viertel absacken.


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