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Automobilzulieferer Wabco-Aktionäre stimmen Übernahme durch ZF zu

ZF rückt mit dem Zukauf von Wabco näher an Bosch und Continental heran. Der Kaufpreis beträgt rund sieben Milliarden Euro. Dadurch steigt die Verschuldung.
27.06.2019 - 18:13 Uhr Kommentieren
Der Autozulieferer hat von den Wabco-Aktionären grünes Licht für die Übernahme bekommen. Quelle: dpa
ZF Friedrichshafen

Der Autozulieferer hat von den Wabco-Aktionären grünes Licht für die Übernahme bekommen.

(Foto: dpa)

Stuttgart Der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer ZF hat die wichtigste Hürde bei der Milliarden-Übernahme des Bremsenherstellers Wabco genommen. Die Aktionäre von Wabco haben am Donnerstag mit 68,44 Prozent der Übernahme durch ZF zugestimmt.

ZF hatte die Transaktion mit einem Volumen von rund sieben Milliarden Euro Ende März offiziell angekündigt, nachdem des Handelsblatt vier Wochen zuvor vom Übernahmeinteresse berichtet hatte. Im Rahmen der Transaktion wird ZF alle ausstehenden Aktien von Wabco für 136,50 US-Dollar pro Aktie in bar erwerben.

Jetzt fehlen nur noch die Genehmigungen der Kartellbehörden. Nennenswerte Überschneidungen der Geschäftsfelder gibt es nur im Lenkungsbereich. Wabco hatte vor einem Jahr Shepard übernommen, das wieder abgestoßen werden könnte.

„Die Zustimmung der Aktionäre ist auch eine Bestätigung der ZF-Strategie“, sagte Vorstandschef Wolf-Henning Scheider. ZF könne gemeinsam mit Wabco einen integrierten Systemanbieter für Nutzfahrzeugtechnik bilden und gemeinsam die Zukunft der Technologien gestalten.

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    Der Stiftungskonzern vom Bodensee erwartet, dass der Deal in den ersten Monaten des Jahres 2020 abgeschlossen werden kann. Die Verschuldung steigt jetzt wieder von fünf auf über elf Milliarden Euro. Aufgrund des Cashflow-Profils beider Unternehmen erwartet ZF, dass die Finanzverschuldung nach Abschluss der Transaktion rasch reduziert werden kann.

    Wabco kommt mit rund 16.000 Mitarbeitern auf 3,8 Milliarden Dollar Umsatz. ZF, derzeit die Nummer drei bei den Autozulieferern in Deutschland, kommt zusammen mit Wabco auf 40 Milliarden Euro Umsatz und rückt damit näher an die Weltmarktführer Bosch (47 Milliarden Euro) und Continental (45 Milliarden Euro) heran.

    Bremsentechnik werde für Lastwagen beim autonomen Fahren immer wichtiger, begründete ZF die Übernahmepläne. ZF bekommt mit Wabco das Komplettsystem für Getriebe und Fahrwerk mit Bremsen für Nutzfahrzeuge ins eigene Haus. Wabco wurde 1869 als Westinghouse Air Brake Company von George Westinghouse gegründet, dem Erfinder der Druckluftbremse. Heute ist das Unternehmen hinter Knorr-Bremse die Nummer zwei auf dem Weltmarkt.

    Es ist der zweite Anlauf von ZF binnen zwei Jahren, Wabco zu übernehmen. Scheiders Vorgänger Stefan Sommer wollte 2017 die Übernahme des amerikanisch-belgischen Lkw-Bremsenherstellers mit aller Gewalt durchziehen und überwarf sich dabei mit der Eigentümerstiftung. An deren Spitze steht der Oberbürgermeister von Friedrichshafen.

    Sommer musste gehen und ist heute Einkaufschef im VW-Konzern. Das Wabco-Management wollte schon damals den Zusammenschluss. Jetzt gelang der Deal mit dem neuen Chef und in der Zwischenzeit deutlich reduzierter Schuldenlast.

    Mehr: Deutschlands drittgrößter Autozulieferer holt sich den größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte: ZF wird künftig BMW mit Acht-Gang-Automatikgetrieben ausrüsten.

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