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Autos im Abo Auto-Abos werden zulegen, aber Autokäufe nicht zurückdrängen

Abo-Modelle bringen Autoherstellern demnächst ein wichtiges Zusatzgeschäft. Das Interesse am eigenen Fahrzeug dürfte aber bleiben, zeigt eine Auswertung der BCG.
16.07.2021 - 08:47 Uhr Kommentieren
Auto-Abos: VW, Daimler und BMW wollen weg vom reinen Autobauergeschäft.
Auto-Abos

Mit neuen Abo-Modellen für Autos gehen etliche Anbieter auf Kundenjagd

Düsseldorf Der Wunsch nach einem Privat-Pkw nahm unter vielen jüngeren Menschen in den vergangenen Jahren tendenziell ab, das zeigt eine Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG). Ähnlich wie beim Carsharing könnten die Langzeit-Miete oder das Abonnement eines Autos manchmal jedoch den Effekt haben, dass man sich am Ende doch selbst einen Wagen zulegt.

„Potenzielle Neukunden können an Automarken und auch an Elektrofahrzeuge herangeführt und Käufe dadurch angekurbelt werden“, heißt es. Die Erwartungen an den Abo-Markt sind groß.

Laut BCG dürfte er bis zum Ende dieses Jahrzehnts in Europa und USA auf ein Volumen von 30 bis 40 Milliarden US-Dollar zulegen – was immerhin 15 Prozent der dann prognostizierten Neuwagen-Verkäufe entspräche. Dabei spielten Kundenmotive wie ein geringeres finanzielles Risiko oder mehr Unverbindlichkeit und Flexibilität eine wichtige Rolle.

Ein gutes Zeichen für die Anbieter sei außerdem die gestiegene Bereitschaft vieler Verbraucher, Buchungen und Geschäfte online abzuwickeln. Dies werde die klassischen Vertriebswege der Autokonzerne an einigen Stellen auf eine Belastungsprobe stellen.

VW, Daimler und BWM wollen mehr Service anbieten

Hersteller wie VW , Daimler und BMW wollen weg vom reinen Bauen der Fahrzeuge und ihr Geschäft mit Software sowie Dienstleistungen rund ums Auto in den nächsten Jahren ausweiten. Auch Wagniskapital-Firmen entdeckten den Auto-Abo-Markt zunehmend, so die Berater. Binnen sechs Jahren seien von entsprechenden Geldgebern über 700 Millionen Dollar in die Sparte geflossen, oft zu kleinen Firmen.

„Obwohl das Geschäft von Start-ups derzeit im Abo-Markt erfolgreicher zu sein scheint, können Autohersteller und Leasingunternehmen aufholen“, schätzt BCG. Gänzlich „umdrehen“ dürften die Abo-Modelle das Kerngeschäft kaum. Direkte Schnittstellen zu den Kunden würden aber wichtiger: „Vor allem erfüllen Abos die steigende Nachfrage der Verbraucher nach umfassenden, digitalen Fahrzeugangeboten.“

Mehr: Mieten statt besitzen: Das Autoabo wird zur echten Alternative

  • dpa
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