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Autozulieferer Borg-Warner will Konkurrenten Delphi kaufen

Der US-Konzern hat den Aktionären des britischen Konkurrenten ein Angebot unterbreitet. Delphi wird dabei mit 3,3 Milliarden Dollar bewertet.
28.01.2020 Update: 28.01.2020 - 14:42 Uhr Kommentieren
Borg-Warner: Autozulieferer will Konkurrenten Delphi kaufen Quelle: Imago
Logo von Borg-Warner

Das Unternehmen stellt unter anderem Automatikgetriebe, Turbolader, Abgassysteme und Thermostate her.

(Foto: Imago)

Auburn Hills Die Konsolidierung unter den Autozulieferern geht weiter: Der auf Antriebstechnik spezialisierte US-Konzern Borg-Warner will den Fahrzeugelektronik-Hersteller Delphi Technologies schlucken und damit seine Chancen auf dem Markt für Elektro- und Hybrid-Autos stärken.

Borg-Warner zahlt die – einschließlich Schulden – 3,3 Milliarden Dollar schwere Übernahme vollständig in Aktien, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Delphi-Aktionäre sollen 0,4534 Borg-Warner-Papiere je Aktie erhalten – das ist rechnerisch ein Aufschlag von 77 Prozent auf den Delphi-Schlusskurs vom Montag. Sie sind dann mit 16 Prozent an Borg-Warner beteiligt.

Die Borg-Warner-Aktionäre reagierten negativ auf die Pläne: Die Aktie ging vorbörslich um acht Prozent in die Knie, obwohl das Unternehmen zeitgleich eine Aktienrückkauf über eine Milliarde Dollar ankündigte. Delphi-Technologies-Aktien schossen um 48 Prozent nach oben. Die Papiere hatte im vergangenen Jahr um zehn Prozent nachgegeben, während Borg-Warner um 25 Prozent stiegen.

Der US-Autozulieferer Delphi Automotive hatte vor gut zwei Jahren sein Getriebe- und Ersatzteil-Geschäft unter dem Namen Delphi Technologies abgespalten und sich selbst in Aptiv umbenannt. Geführt wird Delphi Technologies seither aus London.

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    Vor allem Antriebsspezialisten unter den Autozulieferern stehen seit Jahren unter Druck, weil Elektroautos weit weniger komplexe Getriebe brauchen als Benzin- und Diesel-Fahrzeuge. Borg-Warner und Delphi sind deshalb auf Sparkurs. Durch die Fusion erhoffen sie sich zusätzliche Einsparungen von 125 Millionen Dollar.

    Der Umsatz von Borg-Warner ging im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar zurück, der operative Gewinn stieg auf 1,3 Milliarden Dollar, wie der Konzern aus Auburn Hills bei Detroit ebenfalls am Dienstag mitteilte. Für das neue Jahr erwartet Borg-Warner – Delphi noch nicht eingerechnet – einen Umsatzrückgang auf 9,75 bis 10,08 Milliarden Dollar. Auch die Marge werde unter Druck geraten.

    In Deutschland gehört zu Borg-Warner unter anderem der Glühkerzen-Hersteller Beru. Delphi musste 2019 sogar einen Umsatzeinbruch um zehn Prozent auf 4,36 Milliarden Dollar hinnehmen.

    Mehr: Wie viele Arbeitsplätze kostet die E-Mobilität wirklich? Der Bericht der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität sorgt für Streit.

    • rtr
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