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Autozulieferer Bosch-Betriebsrat geht von weiteren Stellenstreichungen aus

Möglicherweise will Bosch in den kommenden Jahren mehr Stellen streichen als bisher bekannt. Der Betriebsrat kritisierte die Kommunikation innerhalb des Unternehmens.
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Die Beschäftigten des Autozulieferers reduzieren für die kommenden sechs Jahre ihre Arbeitszeit und müssen auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Im Gegenzug schließt das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen bis 2026 aus. Quelle: dpa
Bosch-Werk in Bamberg

Die Beschäftigten des Autozulieferers reduzieren für die kommenden sechs Jahre ihre Arbeitszeit und müssen auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Im Gegenzug schließt das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen bis 2026 aus.

(Foto: dpa)

Stuttgart Der Autozulieferer Bosch will nach Angaben des Betriebsrats noch an weiteren Standorten Stellen streichen. Insgesamt gehe es nach aktuellem Stand um 3300 Stellen im Automobilbereich in den kommenden zwei Jahren, sagte Gesamtbetriebsratschef Hartwig Geisel am Mittwoch in Stuttgart. Bosch hatte bisher nach und nach den Abbau von insgesamt 2840 Stellen an drei Standorten in Baden-Württemberg sowie einem in Bremen angekündigt. Die neue Zahl bestätigte das Unternehmen nicht.

Geisel sagte, Bosch fahre derzeit in Deutschland einen harten Sparkurs und riskiere eine Spaltung der Belegschaft. In den vergangenen zwei Jahren seien bereits 2500 Stellen abgebaut worden. Die 3300, darunter die schon bekannten, kämen nun hinzu. Bosch wolle zudem jede fünfte Führungskraft im Bereich der Verbrenner-Technik einsparen und die Zahl der 40-Stunden-Verträge deutlich reduzieren.

„Wir selber haben auch keinen Überblick. Das Unternehmen gibt uns das scheibchenweise bekannt“, kritisierte Geisel. Die Zahl 3300 habe eine aktuelle Abfrage bei den Betriebsräten der deutschen Standorte ergeben. Er befürchte, dass man in den kommenden Monaten noch mit weiteren Zahlen konfrontiert werde, sagte der Gesamtbetriebsratschef.

Ein Bosch-Sprecher sagte, man führe derzeit an diversen Standorten Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, wie man mit der Transformation in der Autoindustrie umgehen könne. Er verwies auf Bamberg, wo vergangene Woche eine Vereinbarung zur Standortsicherung ausgehandelt worden war.

Mehr: Selbst Größe und eine gute Positionierung in Zukunftstechnologien schützen die Automobilzulieferer nicht vor dem Abschwung.

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  • dpa
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