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Autozulieferer Bosch streicht bis 2021 rund 1600 Stellen

Der Konzern wird an zwei Standorten weitere Entlassungen vornehmen. Bosch versuche alles, um den Stellenabbau „sozialverträglich zu gestalten“.
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Der Technologiekonzern wird an zwei Standorten weitere Entlassungen vornehmen. Quelle: dpa
Bosch

Der Technologiekonzern wird an zwei Standorten weitere Entlassungen vornehmen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Autozulieferer Bosch plant einen weiteren Stellenabbau in der Antriebssparte. An den Standorten für Verbrennungstechnik Stuttgart-Feuerbach und Schwieberdingen sollten 2020 und 2021 jeweils 800 Stellen von insgesamt 9600 abgebaut werden, erklärte eine Sprecherin von Bosch am Dienstag. Die Arbeitsplätze sollen außerhalb der Produktion in Verwaltung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung wegfallen.

Als erstes hatten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ darüber berichtet. „Wir tun alles, um das sozialverträglich zu gestalten“, sagte die Sprecherin. Im Gespräch seien die Optionen Vorruhestand, eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden oder der Wechsel betroffener Beschäftigter in andere, wachsende Bereiche des Stiftungskonzerns, der weltweit etwa 410.000 Mitarbeiter hat. Kündigungen sollten vermieden werden.

In der Produktion am Standort Feuerbach arbeiten rund 3000 Beschäftigte. Hier sei die Auftragslage derzeit aber stabil, ergänzte die Sprecherin. Seit dem Diesel-Abgasskandal bei Volkswagen, in den auch Bosch als größter Zulieferer von Abgastechnik verwickelt war, und Fahrverboten für Selbstzünder in etlichen deutschen Städten sinkt die Nachfrage nach Diesel-Technologie. Zugleich stellt die Autoindustrie generell von Verbrennungsmotoren auf Elektroantriebe um.

Seit Ende letzten Jahres ist die Branche außerdem im Abschwung, Bosch rechnet 2019 mit einem weltweiten Rückgang der Automobilproduktion von sechs Prozent. Der weltweit größte Autozulieferer sieht – wie der auch Konkurrent Continental – in den kommenden fünf Jahren kein Wachstum der Autoindustrie.

Bosch-Chef Volkmar Denner hatte bereits im Mai weiteren Stellenabbau an Diesel-Standorten angekündigt, nachdem der Stiftungskonzern bereits 2018 rund 600 Stellen in dieser Sparte über Altersteilzeit und das Auslaufen befristeter Stellen gestrichen hatte. Im August sagte Denner der „Süddeutschen Zeitung“, in der Diesel-Sparte sei ein weiterer deutlicher Job-Abbau geplant. Neben Stuttgart-Feuerbach sind die Standorte Bamberg und Homburg/Saar betroffen.

Dort liefen derzeit Gespräche von Management und Betriebsräten über die Beschäftigungslage. Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen, erklärte die Sprecherin. Ursprünglich arbeiteten bei Bosch weltweit rund 50.000 Mitarbeiter an Dieseltechnik, allein in Deutschland waren es etwa 15.000 Jobs.

Mehr: Die Situation der deutschen Autozulieferer wird immer angespannter. Nach Continental und Bosch drohen auch beim Branchendritten ZF Friedrichshafen Einschnitte.

  • rtr
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