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Autozulieferer Continental setzt Dienstleister unter Druck

Der Autozulieferer Continental zieht bei seinen externen IT-Dienstleistern die Schrauben an. In einem Schreiben hat sich der angeschlagene Konzern an seine Partnerunternehmen gewandt. Der Inhalt lässt an Klarheit nicht zu wünschen übrig.

HB FRANKFURT. Die Dienstleister seien in einem Schreiben aufgefordert worden, einer Kürzung der Vergütungen um 15 Prozent der Nettokosten zuzustimmen, bestätigte eine Konzernsprecherin am Samstag einen Vorabbericht des "Spiegels". Betroffen sei eine "kleine dreistellige Zahl" von Firmen, sagte sie. Diese hätten bis Anfang Mai Zeit, sich zu äußern. Reaktionen lägen noch keine vor. Es gehe grundsätzlich darum, mit den Dienstleistern in einen Dialog darüber einzutreten, wie angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen die Kostensituation verbessert werden könne.

Continental war im vergangenen Jahr von der fränkischen Schaeffler-Gruppe übernommen worden. Anfang April hatten beide Seiten erklärt, mit dem gemeinsamen Einkauf von Rohstoffen und Teilen binnen drei Jahren bis zu 400 Millionen Euro einsparen zu wollen. Im Zuge dessen soll auch die Zahl der Zulieferer auf rund 2 800 von 5 600 halbiert werden. Mit dieser Reduzierung verabschiede man sich aber keineswegs vom Standort Deutschland, betonte der für den Einkauf der Schaeffler-Gruppe zuständige Gerhard Schuff in der "Automobilwoche" laut Vorabbericht vom Samstag.

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