Autozulieferer Entscheidung für neuen Schaeffler-Chef naht

Die IG Metall ist sich sicher: Schon bald wird der neue Chef des Auto- und Industriezulieferers Schaeffler gekürt – und damit der Wunschkandidat Klaus Deller. Im Unternehmen selbst hüllt man sich noch in Schweigen.
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Hauptsitz der Schaeffler GmbH in Herzogenaurach: Die Anforderungen an den neuen Mann an der Spitze beschrieb der bayerische Gewerkschaftschef mit den Worten: „Durchwursteln wird nicht gehen.“ Quelle: dpa

Hauptsitz der Schaeffler GmbH in Herzogenaurach: Die Anforderungen an den neuen Mann an der Spitze beschrieb der bayerische Gewerkschaftschef mit den Worten: „Durchwursteln wird nicht gehen.“

(Foto: dpa)

MünchenNach monatelangen Verhandlungen will der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler nach Angaben der IG Metall in Kürze seinen Wunschkandidaten Klaus Deller zum neuen Chef ernennen. Nur Deller, derzeit Vorstandsmitglied beim Fahrzeugzulieferer Knorr-Bremse, sei aus heutiger Sicht im Gespräch, sagte Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der Gewerkschaft in Bayern und Mitglied im Schaeffler-Aufsichtsrat, am Donnerstag in München. „Es wird eine Entscheidung geben in den nächsten Wochen.“

Schon im Herbst, als der langjährige Vorstandschef Jürgen Geißinger bei dem Familienkonzern seinen Hut nehmen musste, wurde Deller als Nachfolger gehandelt. Von Schaeffler war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Knorr-Bremse wollte sich ebenfalls nicht äußern.

AR-Mitglied Wechsler sagte, Schaeffler als technikgetriebenes Unternehmen wolle an der Spitze „jemanden, der eine Kupplung aus dem Effeff erklären kann“. Dem IG-Metall-Chef zufolge bekommt die Zustimmung der Arbeitnehmerseite nur ein Kandidat, „der am Kurs und der bisherigen Strategie“ festhält. Schaeffler brauche viele Investitionen und große Fertigungstiefe, sagte Wechsler.

Mit ihm habe sich Deller bereits getroffen, in den nächsten Wochen werde er sich intern vorstellen. Den Job als Schaeffler-Vorstandsvorsitzender werde der Manager „nicht vor Juni, Juli“ antreten. Die Anforderungen an den neuen Mann an der Schaeffler-Spitze beschrieb der bayerische Gewerkschaftschef mit den Worten: „Durchwursteln wird nicht gehen.“ Der Zulieferer müsse stark bleiben und sein Verschuldungsproblem in den Griff bekommen, sei es durch den weiteren Verkauf von Continental -Aktien oder mit Hilfe eines strategischen Investors. Einen Börsengang nannte er nicht als Option.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Autozulieferer: Entscheidung für neuen Schaeffler-Chef naht"

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  • Ich hätte gerne erfahren, ob die Kündigungen der Mitarbeiter, die perfiden Abmahnungen sowie zahlreiche Änderungskündigungen bei Schaeffler aufgrund der verkorksten Conti-Übernahme im Jahr 2009/10 überhaupt rechtens waren? Und welche Rolle hat dabei die IGMetall wirklich gespielt?

  • ....da wäre dann auch noch der Herr Reitzle, der seit Monaten allerei zu tun hat (auch bei Schäffler) und bei Linde offenkundig seine Arbeit vorzeitig ruhen läßt - siehe die super Performance des Linde Aktienkurses.

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