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Autozulieferer Großauftrag – Elektroautos von Daimler fahren mit Technologie von ZF

Der Wandel zur Elektromobilität ist für Autozulieferer eine Herausforderung. ZF Friedrichshafen kann nun einen Großauftrag an Land ziehen.
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Daimler-Elektroautos fahren mit Technologie von ZF Quelle: Reuters
Chassis eines Mercedes EQC

Der Antrieb für den elektrischen Mercedes kommt von ZF Friedrichshafen.

(Foto: Reuters)

StuttgartDer drittgrößte deutsche Automobilkonzern ZF hat einen wichtigen Großauftrag von Daimler erstmals bekannt gegeben. „ZF ist der Antriebslieferant für Mercedes Benz im neuen EQC“, sagte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider in einem Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“. ZF liefert das gesamte System – mit Motor, Ein-Gang-Getriebe samt Differenzial sowie Leistungselektronik einschließlich Steuerungssoftware.

Scheider sprach von einem „Meilenstein“. Der bereits seit längerer Zeit geschlossene aber bislang geheim gehaltene Kontrakt dürfte der größte Einzelauftrag für reine Elektroautos des Traditionskonzerns sein, der mit Getrieben und Fahrwerken groß geworden ist. Erst vergangene Woche hatte ZF einen Milliardenauftrag von Fiat Chrysler für ein Achtgang-Automatikgetriebe erhalten, das sowohl für Hybrid-Mischantriebe (Elektro plus Verbrenner) als auch für reine Verbrennungsmotoren benutzt werden kann.

Mit der neuen Generation von Hybridfahrzeugen können Kunden rund 80 Kilometer weit elektrisch fahren und auf der Langstrecke auf den Verbrennungsmotor zurückgreifen. Scheider setzt auf diese Übergangstechnologie, weil die Kunden so in den kommenden zehn Jahren auch bei Fahrverboten mit Verbrennern in die Stadt fahren können. Das gleiche, flexibel einsetzbare Getriebe hatte wenige Wochen zuvor BMW geordert. Die beiden Getriebeaufträge haben ein Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro.

Die Höhe des Daimler-Auftrages wurde dagegen nicht genannt. Allerdings hat ZF die Zusage, alle Modelle der neuen reinen Elektrolinie EQ der Stuttgarter zu bestücken.

Branchenexperten werten die Großaufträge als Signal, dass ZF den Sprung in die Elektromobilität schaffen kann. Der Daimler-Auftrag sichert darüber hinaus Beschäftigung in Schweinfurt. Die Getriebeaufträge sind dagegen eine Überlebensgarantie für das Saarbrücker Werk.

Allerdings werden die lukrativen Aufträge erst nach 2020/21 zu größeren Umsätzen führen. Deshalb kann sich das Stiftungsunternehmen trotz der positiven Aussichten nicht von der sich stark abschwächenden aktuellen Autokonjunktur abkoppeln. Das Unternehmen liege deutlich unter seinen Planungen, räumte Scheider ein. Es gebe aber insgesamt keinen Arbeitsplatzabbau, allerdings falle der geplante Aufbau aus.

Konkurrenten wie Mahle haben bereits wegen der hohen Kosten für die Transformation zur Elektromobilität ein Sparprogramm verabschiedet und den Abbau von zehn Prozent der Beschäftigten in der Konzernzentrale angekündigt.

Mehr: Der Verbrennungsmotor ist angezählt, die Elektrowelle rollt an: Deutschland hadert mit der Antriebswende. Einzelnen Regionen droht der große Kehraus.

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