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Autozulieferer im Silicon Valley Wie sich Continental zur „Bottle-Party“ einlud

Continental hat im Silicon Valley bei null angefangen. Heute gibt es eine Kooperation mit Google, eine App in Singapur und ein neues Projekt in China. Heute fühlt sich der Autozulieferer im Digital-Mekka pudelwohl.
08.05.2017 - 14:37 Uhr Kommentieren
Continental arbeitet gemeinsam mit China Unicom an einer neuen Carsharing-App. Quelle: AFP
Stadtverkehr in Schanghai

Continental arbeitet gemeinsam mit China Unicom an einer neuen Carsharing-App.

(Foto: AFP)

New York Der Gang des deutschen Automobilzulieferers Continental ins Silicon Valley macht sich bezahlt. Nach der Zusammenarbeit mit Google beim autonomen Fahren und der Entwicklung einer intelligenten Parkplatz-App für den Stadtstaat Singapur gründen die Deutschen nun ein Joint Venture mit dem Telekomriesen China Unicom.

Beide Unternehmen sind zu je 50 Prozent an der neuen Firma beteiligt, die ihren Sitz in Schanghai haben wird. Sie soll alle möglichen Mobilitätsdienste anbieten, im ersten Schritt ist dies eine Carsharing-App. „Wir haben das Ziel, bereits in der zweiten Jahreshälfte hier Umsätze zu erzielen“, sagt Ralf Lenninger, Leiter der Continental-Sparte Intelligent Transportation Systems (ITS), in einem Interview mit Bloomberg. Die nötige Technologie dafür kommt aus den Continental-Werkstätten im Silicon Valley. Lenninger übernahm die Führung von ITS Ende vergangenen Jahres. Er löste die ehemalige Google-Managerin Seval Oz in dieser Position ab.

Das Experiment Silicon Valley hatte für das Unternehmen aus Hannover im Jahr 2014 begonnen. Damals erkannte es vernetzte Technologien rund ums Auto als Zukunftsthema. Das Silicon Valley gilt als einer der bedeutendsten Standorte der Internet-, IT- und Hightech-Industrie der Welt. „Und da der Berg nicht zum Propheten kam, musste der Prophet eben zum Berg gehen“, sagt Lenninger. „Also schickten wir damals ein paar Leute ins Valley, um einmal bei den dortigen Firmen vorzufühlen.“

Das Unternehmen habe sich sofort willkommen gefühlt, erinnert sich Lenninger: „Das war dort wie eine Bottle-Party. Wir mussten was zur Party mitbringen. Und was wir mitbrachten, war Auto-Technologie.“ Seinen Worten zufolge mache es keinen Sinn für eine Internet-Firma, 140 Jahre Auto-Technologie nachentwickeln zu wollen – so wie es auch wenig Sinn für Continental mache, zu versuchen, beim Internet-Wissen aufzuschließen. Gleich zu Beginn gab es eine enge Zusammenarbeit mit Google beim autonomen Fahren. In dem Projekt steckten viele Technologien des deutschen Zulieferers.

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    Nach der ersten Schnupperphase im Silicon Valley wurde 2015 die Sparte ITS offiziell gegründet. Während die meisten anderen Geschäftsbereiche des Unternehmens Milliarden Euro an Umsätzen erzielen, wurde hier bei null angefangen. Lenninger: „Mit der Gründung haben wir aber gezeigt, wie ernst es uns mit vernetzten Autos ist“. Die Sparte berichtet direkt an den Vorstand und hat ihren Hauptsitz im Silicon Valley.

    Zwei Ziele für die Valley-Tochter
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