Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Autozulieferer Knorr-Bremse legt vor dem Aufstieg in den MDax gute Zahlen vor

Der Zulieferer will nach dem Börsendebüt auch 2019 beim Umsatz weiter zulegen. Bei den Aufträgen überspringt Knorr-Bremse die Marke von sieben Milliarden Euro.
Kommentieren
Im vergangenen Jahr konnte der Konzern weltweit zulegen. So gewann Knorr-Bremse allein in China 26 Projekte im Bereich der Metro-Linie, gab Deller bekannt. Quelle: dpa
Knorr-Bremse

Im vergangenen Jahr konnte der Konzern weltweit zulegen. So gewann Knorr-Bremse allein in China 26 Projekte im Bereich der Metro-Linie, gab Deller bekannt.

(Foto: dpa)

MünchenVor wenigen Tagen erst hat Knorr-Bremse den bevorstehenden Aufstieg in den MDax gefeiert. Nun untermauert der erst seit wenigen Monaten börsennotierte Bahn- und Lastwagenzulieferer die Entscheidung der Deutschen Börse mit guten Zahlen. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Währungsbereinigt betrug das Plus 10,5 Prozent.

Das operative Ergebnis (Ebitda) legte etwas schwächer um knapp sechs Prozent auf etwa 1,2 Milliarden Euro zu. Das entspricht aber immer noch einer operativen Umsatzrendite von 17,8 Prozent, für einen Zulieferer ein guter Wert.

„Trotz eines unsicheren, volatilen Marktumfelds stieg die Nachfrage nach Knorr-Bremse-Systemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge auf ein neues Höchstniveau“, sagte Vorstandschef Klaus Deller. Für 2019 strebt er einen Umsatz von 6,8 bis sieben Milliarden Euro und eine operative Umsatzrendite von 18 bis 19 Prozent an.

Knorr-Bremse war im Oktober zu einem Ausgabepreis von 80 Euro an der Börse gestartet. Im widrigen Umfeld – gerade viele Autozulieferer mussten teils deutliche Rückgänge hinnehmen – hielt sich die Aktie und lag zuletzt bei etwa 86 Euro.

Der Börsengang hat Eigentümer Heinz Hermann Thiele und seine Tochter Julia um fast vier Milliarden Euro reicher gemacht. Sie brachten im Oktober rund 30 Prozent des Bahn- und Lkw-Zulieferers an die Börse. Doch dem Milliardär ging es nicht ums Geld, er wollte durch die Neuemission sein Lebenswerk sichern. Durch den Zugang zum Kapitalmarkt eröffnen sich dem Konzern neue Möglichkeiten. Den Erlös aus dem Börsengang bringt er in eine gemeinnützige Stiftung ein.

Allerdings gibt es auch Unruhe im Unternehmen. Die IG Metall kritisiert die Arbeits- und Tarifbedingungen bei Knorr-Bremse. „Für uns ist es eine hochpolitische Frage, wenn ein MDax-Unternehmen nicht tarifgebunden ist“, sagte vor wenigen Tagen IG-Metall-Vorstand Klaus Abel. „Wir erwarten von so einem Unternehmen, dass es fair die eigenen Beschäftigten und die Betriebsräte behandelt und auch die Sozialpartnerschaft annimmt.“

Die Gewerkschaft geht davon aus, dass bei rund 80 Prozent der Standorte in Deutschland keine Tarifbindung besteht. Knorr-Bremse sei dann im MDax das einzige Unternehmen, bei dem regional zum Teil keine Tarifverträge bestehen.

Viele der Beschäftigten arbeiteten daher 42 Stunden pro Woche ohne vollen Lohnausgleich statt der tariflich geltenden 35 Stunden, hieß es weiter. Die Zahl der Mitarbeiter war im vergangenen Jahr bei Knorr-Bremse um 2,7 Prozent auf 28.452 Beschäftigte gestiegen.

Im vergangenen Jahr konnte der Konzern weltweit zulegen. So gewann er allein in China 26 Projekte im Bereich der Metro-Linie, gab Deller bekannt. Erstmals übersprang der Auftragseingang die Sieben-Milliarden-Euro-Marke. Knorr-Bremse ist Weltmarktführer bei Bremsen für Lastwagen und Züge.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Autozulieferer - Knorr-Bremse legt vor dem Aufstieg in den MDax gute Zahlen vor

0 Kommentare zu "Autozulieferer: Knorr-Bremse legt vor dem Aufstieg in den MDax gute Zahlen vor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.