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Autozulieferer Leoni rutscht in die roten Zahlen

Sondereffekte und die schwächere Nachfrage drücken das Quartalsergebnis von Leoni. Mit Blick auf den Refinanzierungsbedarf sucht das Unternehmen nach frischem Geld.
14.05.2019 - 21:55 Uhr Kommentieren
In den ersten drei Monaten des Jahres hat der Bordnetz- und Kabel-Spezialist einen Nettoverlust von 132 Millionen Euro verbucht. Quelle: dpa
Leoni

In den ersten drei Monaten des Jahres hat der Bordnetz- und Kabel-Spezialist einen Nettoverlust von 132 Millionen Euro verbucht.

(Foto: dpa)

München Nach einem dreistelligen Millionenverlust im ersten Quartal braucht der Nürnberger Autozulieferer Leoni frisches Geld. „Vor allem in Hinblick auf den Refinanzierungsbedarf von Leoni prüft das Unternehmen alle Optionen, um seine langfristige Finanzierungsbasis zu sichern“, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstagabend. Von Ende Dezember bis Ende März schrumpften die liquiden Mittel um 260 Millionen auf 740 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote ging auf 25,2 (2018: 31,2) Prozent zurück.

In den ersten drei Monaten des Jahres schrieb der Bordnetz- und Kabel-Spezialist netto 132 Millionen Euro Verlust. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Minus von 17 Millionen Euro gerechnet. Vor einem Jahr hatte Leoni im ersten Quartal noch 44 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Der Umsatz ging wegen der schwächeren Nachfrage aus der Autobranche um fünf Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zurück.

Der Großteil der Verluste – 102 Millionen Euro – entfiel auf Sondereffekte in der Bordnetz-Sparte: 67 Millionen Euro schreibt Leoni ab, 35 Millionen Euro stellt Vorstandschef Aldo Kamper für absehbare Verluste bei unrentablen Aufträgen zurück. Die Probleme beim Anlauf eines neuen Werks im mexikanischen Merida kosteten weitere 37 Millionen Euro, rund 20 Millionen sollen im laufenden zweiten Quartal hinzukommen. Die Produktion dort laufe inzwischen aber nach Plan.

„Durch die strategische Neuausrichtung haben wir eine solide Basis für die Weiterentwicklung unseres Bordnetz-Geschäfts geschaffen“, sagte Kamper. Die Talsohle sei erreicht, der Verlust werde sich im Jahresverlauf verringern. Schwarze Zahlen würden sie aber erst im nächsten Jahr schreiben. Dann soll auch der Mittelabfluss im Konzern gestoppt sein.

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    Mitte März hatte Leoni angekündigt, angesichts der Krise 2000 Stellen streichen zu wollen. Mit einem Sparprogramm sollen die strukturellen Kosten bis 2022 um 500 Millionen Euro im Vergleich zu 2018 gesenkt werden. Leoni beschäftigt mehr als 90.000 Mitarbeiter weltweit.

    • dpa
    • rtr
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