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Autozulieferer Leoni verkauft Industriekabel-Sparte für 450 Millionen Euro

Der Geschäftsbereich Leoni Industrial Solutions soll an den US-Konkurrenten BizLink gehen. Der Aufsichtsrat von BizLink muss noch zustimmen.
01.10.2021 - 08:28 Uhr Kommentieren
Leoni Industrial Solutions ist Teil der Kabel-Sparte des angeschlagenen Konzerns, die Vorstandschef Aldo Kamper vor zwei Jahren zum Verkauf gestellt hatte, um sich ganz auf Bordnetze für die Autoindustrie zu konzentrieren. Quelle: dpa
Leoni

Leoni Industrial Solutions ist Teil der Kabel-Sparte des angeschlagenen Konzerns, die Vorstandschef Aldo Kamper vor zwei Jahren zum Verkauf gestellt hatte, um sich ganz auf Bordnetze für die Autoindustrie zu konzentrieren.

(Foto: dpa)

München Der Autozulieferer Leoni macht einen ersten großen Schritt zur Trennung von seiner traditionellen Kabel-Sparte. Das angeschlagene Nürnberger Unternehmen hat einen Käufer gefunden, der das Geschäft mit Kabeln für industrielle Anwendungen für 450 Millionen Euro übernimmt. Der Geschäftsbereich Leoni Industrial Solutions mit 3000 Mitarbeitern in zehn Ländern geht an den US-Konkurrenten BizLink. Die Verträge seien unterzeichnet, teilte Leoni am Freitag mit.

Vorstandschef Aldo Kamper hatte vor zwei Jahren das gesamte Kabel-Geschäft zum Verkauf gestellt und will das Traditionsunternehmen auf Bordnetze für die Autobranche konzentrieren. Inzwischen versucht Leoni die Teile der Kabel-Sparte einzeln loszuschlagen, zwei kleinere Töchter wurden schon verkauft.

Leoni Industrial Solutions erwirtschaftete 2020 mit Kabeln für die Medizintechnik oder für die Fabrikautomatisierung einen Umsatz von 430 Millionen Euro. Das ist gut ein Zehntel des Konzernumsatzes. „Die Übernahme bietet eine klare Perspektive für die zukünftige Entwicklung und Wachstum“, erklärte Leoni. BizLink mit Sitz im kalifornischen Silicon Valley will damit sein Europa-Geschäft stärken. Das Unternehmen ist an der Börse in Taipeh gelistet und wird dort mit gut einer Milliarde US-Dollar bewertet.

Nach Abzug von Schulden und Pensionslasten landen rund 300 Millionen Euro auf dem Konto von Leoni. „Die Transaktion würde damit dazu beitragen, die finanzielle Stabilität von Leoni deutlich zu verbessern“, hieß es in der Mitteilung.

Das trieb die Leoni-Aktie am Freitag gegen den Markttrend um 3,7 Prozent auf 14,11 Euro nach oben. Der ganze Konzern kommt auf einen Börsenwert von 360 Millionen Euro. Wenn der Verkauf wie geplant Anfang 2022 vollzogen ist, winkt Leoni daraus ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 200 Millionen Euro. 

Mehr: Leoni-Sanierer nach Rettung: „Hauptproblem war zu schnelles Wachstum“

  • rtr
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