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Autozulieferer Leoni verringert Verluste im ersten Quartal

Der Bordnetzspezialist verzeichnet erste Hoffnungsschimmer. Das laufende zweite Quartal wird aber schwierig.
13.05.2020 Update: 13.05.2020 - 09:53 Uhr Kommentieren
Der Bordnetz-Spezialist steckte schon vor Corona in der Krise. Quelle: dpa
Leoni-Zentrale in Nürnberg

Der Bordnetz-Spezialist steckte schon vor Corona in der Krise.

(Foto: dpa)

München Der angeschlagene Autozulieferer Leoni hat die Verluste zum Start ins neue Jahr trotz der Coronakrise zumindest verringern können. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Minus von 67 Millionen Euro nach einem Verlust von 132 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Die gesamte Branche hatte die Auswirkungen von Corona in den vergangenen Monaten zu spüren bekommen. Anfangs litt vor allem der chinesische Markt, dann auch Europa und die USA. Bei Leoni ging der Umsatz im ersten Quartal von knapp 1,3 auf gut 1,1 Milliarden Euro zurück. Man habe sich „gut auf den Wiederanlauf der Produktion vorbereitet“, sagte Vorstandschef Aldo Kamper.

Das zweite Quartal wird allerdings noch einmal schwer. Zwar verzeichnet Leoni in China schon wieder zu 75 Prozent Auslastung. Zudem bereitet der Autozulieferer den Hochlauf in Amerika vor.

Doch das Geschäft sei im Bordnetzbereich im April „sehr, sehr deutlich zurückgegangen“, betonte Kamper. Er hoffe, dass das zweite Quartal der Tiefpunkt des Jahres sei. „Ein so großer Shutdown wird sich hoffentlich nicht wiederholen.“

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    Leoni hatte sich Ende April Staatshilfen gesichert. Der Bordnetzspezialist erhielt neue Kredite in Höhe von 330 Millionen Euro, die größtenteils von Bund und Ländern garantiert wurden.

    Der Autozulieferer steckte schon vor Corona in der Krise. „Das Hauptproblem war ein zu schnelles Wachstum“, sagte Restrukturierungsvorstand Hans-Joachim Ziems dem Handelsblatt. Der Anlauf eines neuen Werks in Mexiko geriet zum Fiasko.

    So waren die Zahlen schon im vergangenen Jahr schlecht. Der Umsatz sank 2019 um fünf Prozent auf 4,8 Milliarden Euro, unter dem Strich stand ein Verlust von 435 Millionen Euro. Der Free-Cashflow war mit einem Minus von 308 Millionen Euro negativ. Mitte März legte der Konzern ein Sanierungsgutachten vor und einigte sich mit den Banken auf einen Restrukturierungskurs.

    Maßnahmen zeigen Wirkung

    Als dann kurz darauf die Coronakrise voll durchschlug, reichten die Maßnahmen allerdings nicht mehr und Vorstandschef Kamper rief nach Staatshilfe. Dabei half das Sanierungsgutachten, denn so konnte Leoni belegen, dass die neuen Probleme tatsächlich auf Corona zurückzuführen waren.

    In der Tat hatte die ganze Branche im ersten Quartal zu kämpfen. So berichtete Bosch über einen Umsatzrückgang von 7,3 Prozent im ersten Quartal, im Monat März betrug das Minus sogar 17 Prozent. Dem weltgrößten Autozulieferer droht das erste Verlustjahr seit der Finanzkrise.

    Bei Leoni zeigten die bereits vor der Krise eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen im ersten Quartal Wirkung. „Um den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie entgegenzuwirken, hat Leoni frühzeitig und erfolgreich Maßnahmen zur Senkung der Kosten und zur Sicherung der Finanzkraft ergriffen“, sagte Kamper.

    So war der Free Cashflow trotz Abfindungszahlen für Stellenabbau im ersten Quartal ausgeglichen. Im Vorjahreszeitraum war er mit minus 312 Millionen Euro noch klar negativ gewesen. Die Zahl der Mitarbeiter sank binnen Jahresfrist von 95.704 auf 91.872 Beschäftigte.

    Noch ist Leoni aber längst nicht aus dem Gröbsten raus. „Unsere Bilanz bleibt angespannt“, sagte Finanzvorstand Ingrid Jägering. Die Eigenkapitalquote sank bis Ende März weiter auf 16 Prozent.

    Mehr: Auto-Verkaufszahlen brechen im April ein.

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