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Autozulieferer Norma setzt weiter auf China

Nach einem starken ersten Halbjahr und übertroffenen Analystenerwartungen setzt der Auto- und Industriezulieferer Norma weiterhin auf den chinesischen Markt. Das Unternehmen erwartet in Fernost zweistelliges Wachstum.
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Der Auto- und Industriezulieferer Norma hat im ersten Halbjahr die Erwartungen der Analysten übertreffen können. Quelle: Magnus Manske CC-BY-SA 3.0
Norma Group

Der Auto- und Industriezulieferer Norma hat im ersten Halbjahr die Erwartungen der Analysten übertreffen können.

(Foto: Magnus Manske CC-BY-SA 3.0)

Frankfurt Den Auto- und Industriezulieferer Norma macht der schwächelnde Automobilmarkt in China nicht bange. „Das merken wir natürlich auch. Aber wir erwarten weiter ein prozentual zweistelliges Wachstum“, sagte Vorstandschef Werner Deggim am Mittwoch zu Reuters. In der Region Asien-Pazifik, die im Wesentlichen vom China-Geschäft getragen wird, stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 25 Prozent und damit noch deutlicher als im ersten Quartal allein.

Der Konzern, der mit seinen High-Tech-Verbindungen in Motoren für einen geringeren Kraftstoffverbrauch sorgt, profitiert dabei von strengeren Emissionsvorschriften in China. Außerdem beliefert Norma nicht nur Premium-Autobauer wie VW und BMW, die von der Nachfrageschwäche besonders betroffen sind. "Wir bekommen immer mehr lokale Kunden", betonte Deggim.

„Es ist schwieriger geworden, in China profitabel zu sein“

In Asien macht Norma allerdings nur acht Prozent seines Konzernumsatzes - den Hauptteil ihres Geschäfts erzielen die Hessen je etwa zur Hälfte in Europa und den USA. Insgesamt steigerte der Konzern aus Maintal bei Frankfurt den Umsatz im ersten Halbjahr um knapp 30 Prozent auf 454 Millionen Euro.

Hauptgründe dafür waren positive Währungseffekte und die Übernahme der US-Wassermanagementfirma National Diversified Sales (NDS) im Oktober. In Europa, wo der Umsatz wegen der mauen Konjunktur nur gut ein Prozent zulegte, erwartet Deggim eine Erholung im zweiten Halbjahr.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) sprang um knapp 30 Prozent auf 81,4 Millionen Euro. Die Ebita-Marge lag bei 17,9 Prozent und damit über der für das Gesamtjahr angepeilten Marke von 17 Prozent. Mit den Zahlen übertraf Norma die Erwartungen der Analysten. Dementsprechend legten die Norma-Aktien um fast fünf Prozent zu und gehörten zu den größten Gewinnern im MDax. „Wir sind mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2015 voll zufrieden“, sagte Deggim und bekräftigte die Prognosen für 2015.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

(Foto: Reuters)
Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

(Foto: AFP)
Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

(Foto: dpa)
Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile.

(Foto: dpa/picture-alliance)
Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)
Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)
Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)

Die durch die Übernahme hochgeschnellte Nettoverschuldung - 373 Millionen Euro Ende Juni - werde man weiter schrittweise zurückführen, erläuterte der neue Finanzchef Michael Schneider. Diese Aussage gelte aber ohne Zukäufe, betonte Vorstandschef Deggim. "Wir sind ständig in Gesprächen über Akquisitionen, das gehört zu unserem Geschäftsmodell. Wir schauen uns in allen Segmenten und allen Regionen um."

  • rtr
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