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Autozulieferer Prevent will von Volkswagen Schadensersatz in Milliardenhöhe

Autozulieferer Prevent legt sich mit Volkswagen vor Gericht an: Wegen der fristlosen Kündigung von Aufträgen fordert die Gruppe Schadensersatz.
23.04.2018 Update: 23.04.2018 - 10:50 Uhr Kommentieren
Blick auf den Firmensitz des Automobilzulieferers Prevent in Warmenau bei Wolfsburg (Niedersachsen). Quelle: dpa
Automobilzulieferer Prevent

Blick auf den Firmensitz des Automobilzulieferers Prevent in Warmenau bei Wolfsburg (Niedersachsen).

(Foto: dpa)

Berlin Der Streit zwischen Volkswagen und der Zuliefergruppe Prevent eskaliert einem Medienbericht zufolge. Prevent-Firmen bereiten eine Milliardenklage vor, die bald zu Gericht gehen soll, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Ein Prevent-Sprecher bestätigte der Zeitung, dass derzeit eine Klage auf Schadenersatz ausgearbeitet werde, die nach ihrer Fertigstellung umgehend eingereicht werde. „Dies wird in der nächsten Zeit geschehen.“

In der Branche sei von zwei Milliarden Euro die Rede. Die genaue Höhe stehe noch nicht fest, sagte der Prevent-Sprecher dem Blatt. Aber eines sei klar, so der Sprecher: Die Klage werde „im Milliardenbereich liegen“. Hinzu kommen solle eine Strafanzeige wegen „Eingehungsbetrug“, weil VW nie vorgehabt habe, eine mit Prevent-Firmen eingegangene Vereinbarung auch einzuhalten.

Dem juristischen Streit zum Trotz wird hinter den Kulissen an einer gütlichen Einigung gearbeitet. „Die Möglichkeit ist da“, sagte der Prevent-Sprecher.

Zur Prevent-Gruppe gehören mehrere Firmen, die Autohersteller mit Teilen aller Art beliefern, darunter auch Volkswagen. VW hat kürzlich mehrere Aufträge fristlos gekündigt, was Prevent nicht hinnehmen will. VW erklärte auf Anfrage der Zeitung, die angekündigte Milliardenklage entbehre aus Sicht des Konzerns „jeglicher Grundlage“. Man sei 2016 durch einen „rechtswidrigen Lieferstopp“ der Prevent-Töchter ES Guss und Car Trim in eine prekäre Lage gebracht worden.

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    Nur wegen der damaligen Zwangslage, gemeint ist der Produktionsstopp in VW-Werken, habe man sich auf ein Eckpunktepapier über eine weitere Zusammenarbeit mit der Prevent-Gruppe eingelassen. „Die Tatsache, dass wir die Vereinbarung für anfechtbar halten, haben wir der Prevent-Gruppe von Anfang an mitgeteilt.“ Deshalb liege auch keine „Eingehungsbetrug“ vor.

    Hinter Prevent steht die bosnische Investorenfamilie Hastor, die mit der gescheiterten Machtübernahme beim Autozulieferer Grammer und ihrer Beteiligung am inzwischen insolventen Küchenhersteller Alno für Schlagzeilen gesorgt hatte. Sie betreibt ein weit verzweigtes, internationales Geflecht von Beteiligungen an verschiedenen Firmen.

    • rtr
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