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Autozulieferer verschreckt Anleger Elring-Klinger dampft Prognose ein, Kurs stürzt ab

Kapazitätsengpässe kosten den Autozulieferer Elring-Klinger Millionen. Der Autozulieferer will das Problem schnell in den Griff bekommen. Doch nach der Gewinnwarnung bricht der Kurs erst einmal ein.
21.09.2015 - 13:37 Uhr
Kapazitätsengpässe bei der Fertigung von Hitzeschildern sollen bis zum Anfang des kommenden Jahres behoben sein. Quelle: dpa
Elring-Klinger

Kapazitätsengpässe bei der Fertigung von Hitzeschildern sollen bis zum Anfang des kommenden Jahres behoben sein.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Autozulieferer Elring-Klinger hat mit der zweiten Gewinnwarnung in diesem Jahr die Anleger verschreckt. An der Börse rauschte die Aktie am Montag bis zu 21,1 Prozent in die Tiefe. Das ist der größte Kurssturz seit den Turbulenzen nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Mit 16,56 Euro waren die Papiere dabei so billig wie zuletzt vor fast vier Jahren.

Dadurch schrumpfte der Börsenwert um knapp zwei Milliarden Euro. Das entspricht in etwa der gesamten Marktkapitalisierung von Gerresheimer. Bis zum Mittag wechselten bereits mehr als fünf Mal so viele Elring-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

„Die Gewinnwarnung selbst überrascht uns nicht, aber das Ausmaß“, schrieb DZ-Bank-Analyst Michael Punzet in einem Kommentar. Die andauernde Serie an schlechten Nachrichten werfe Fragen bezüglich des internen Controllings auf.

Das Unternehmen hatte Wochenende vor allem wegen hoher Kosten bei einer Schweizer Tochterfirma die Gewinnprognose für dieses Jahr auf 135 bis 145 Millionen Euro von rund 165 Millionen Euro gesenkt. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Rückgang des operativen Ergebnisses um etwa 14 Prozent. Elring-Klinger-Chef Stefan Wolf gelobte am Montag Besserung: „Ich bin sicher, wir kommen da im ersten Quartal 2016 raus.“ Das hatte er im Frühjahr bereits für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt.

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    Das sind die größten Autozulieferer
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    (Foto: Reuters)
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    (Foto: dpa)
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    (Foto: Reuters)

    Bei der Fertigung von Hitzeschilden seien die Kosten wegen Kapazitätsengpässen in die Höhe geschnellt, erklärte Wolf. Dadurch fielen Sonderschichten und höhere Logistikkosten an. Das Management des Geschäftsbereichs mit einem Umsatz von rund 200 Millionen Euro im Jahr sei deshalb inzwischen ausgewechselt worden. Während bei der Abschirmtechnik die übervollen Auftragsbücher das Problem sind, leidet Elring-Klinger im Geschäft mit Komponenten zu Batterien für Elektroautos unter zu geringer Nachfrage. Auch in diesem Jahr werde hier ein Verlust anfallen, hatte Wolf im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärt.

    Die neuen Leichtbau-Teile, auf die Elring-Klinger große Hoffnungen setzt, werden nach einem Großauftrag von Daimler unterdessen erst im kommenden Jahr mit Folgeaufträgen von anderen Herstellern zum Gewinn beitragen. Noch in diesem Jahr sei mit Bestellungen für die Cockpit- und Frontend-Träger aus Aluminium und Kunststoff zu rechnen, erklärte Wolf. Die Produktion für neue Projekte werde dann aber erst Ende 2016 beginnen.

    • rtr
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