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Autozulieferer ZF beschleunigt bei Künstlicher Intelligenz die Aufholjagd auf Bosch

Der Autozulieferer hat in Saarbrücken ein eigenes Zentrum für KI und Datensicherheit gegründet. Die Felder gelten als Schlüsseltechnologie der Branche.
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Der Konzern ist mit 146.000 Mitarbeitern und 36,4 Milliarden Euro Umsatz der drittgrößte deutsche Autozulieferer. Quelle: dpa
ZF Friedrichshafen

Der Konzern ist mit 146.000 Mitarbeitern und 36,4 Milliarden Euro Umsatz der drittgrößte deutsche Autozulieferer.

(Foto: dpa)

StuttgartDer Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen hat in Saarbrücken ein Technologiezentrum für Künstliche Intelligenz (KI) und Datensicherheit gegründet. „Wir heben damit unsere konzernweiten Kompetenzen in diesen wichtigen digitalen Schlüsseltechnologien auf ein neues Level“, sagte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider am Dienstag. Geplant ist die Einstellung von 100 KI-Experten in direkter Nachbarschaft der Universität.

Insgesamt befassen sich bei ZF bereits 300 Spezialisten mit KI und Cyber-Security für die Mobilitätslösungen von Morgen. Das Ziel ist eine gemeinsame globale KI-Plattform für die Optimierung bestehender oder die Entwicklung neuer Anwendungen, Produkte, Dienste, Services und Prozesse.

ZF baut beispielsweise mit Nvidia das elektronische Gehirn für die Roboterautos der Zukunft. Um diese Schlüsselkomponente gibt es einen intensiven Wettbewerb in der Autoindustrie. Daimler und BMW hatten kürzlich angekündigt bei den extrem teuren Technologien fürs autonome Fahren eng zusammen zu arbeiten.

ZF ist mit 146.000 Mitarbeitern und 36,4 Milliarden Euro Umsatz der drittgrößte deutsche Autozulieferer. Das Stiftungsunternehmen vom Bodensee versucht mit diesem Schritt den Abstand zu Marktführer Bosch (47 Milliarden Euro Umsatz) bei diesem wichtigen Zukunftsthema zu verringern.

Bosch hat bereits eine eigene KI-Einheit auf seinem Campus in Renningen mit fast 200 Spezialisten, die auf 400 aufgestockt werden sollen. Konzernweit verfügt Bosch bereits über rund 1000 KI-Experten und damit mehr als die meisten Autohersteller. Binnen drei Jahren will Bosch-Chef Volkmar Denner die Zahl der KI-Experten auf 4000 im Konzern vervierfachen.

Künstliche Intelligenz ist vor allem fürs autonome Fahren mit seinen selbstlernenden vernetzten Systemen, aber auch für Elektroautos wichtig.

Der neue Standort an der Saar werde nicht nur „Entwicklungstreiber für automatisierte Fahrfunktionen“ und für Datenschutz im Straßenverkehr sein, erklärte der Konzern. Auch maschinelles Lernen in der Fertigung und intelligente Steuerungen von Getrieben in Fahrzeugen lägen im Fokus. ZF plant in Saarbrücken, zu etwa zwei Dritteln KI-Spezialisten zu etablieren. Ein weiteres Drittel der Experten des neuen Technologiecenters fokussiert sich auf das Thema Cybersecurity

Es werde dort eng mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit (Cispa) kooperieren, teilte ZF bei der Eröffnung mit.

„Das neue Zentrum von ZF ist eine Bestätigung des Industriestandortes Saarland mit seinen Tausenden von Arbeitsplätzen“, sagte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) „Damit bauen wir jetzt eine Brücke von wissenschaftlich-technologischen IT-/KI-Kompetenz des Saarlandes zur technologischen Exzellenz eines weltweit führenden Zuliefer-Unternehmens der Automobilwirtschaft.“ ZF hat sein größtes deutsches Werk für Pkw-Getriebe in Saarbrücken.

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