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Autozulieferer ZF gründet neue Division für Elektromobilität

ZF erklärt Elektroantriebe zum Kerngeschäft: Die neue Division wird von Stephan von Schuckmann geführt. Er steigt damit in den Konzernvorstand auf.
29.07.2020 - 18:03 Uhr Kommentieren
Eine Monteurin arbeitet in einem Werk des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen an einem Getriebe für Lastwagen. Quelle: dpa
ZF Friedrichshafen

Eine Monteurin arbeitet in einem Werk des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen an einem Getriebe für Lastwagen.

(Foto: dpa)

Stuttgart ZF Friedrichshafen gründet aus den bisherigen Divisionen Pkw-Antriebstechnik und E-Mobility eine neue Division. Ziel ist es, den Kunden elektrifizierte Antriebslösungen aus einer Hand anzubieten. Der drittgrößte deutsche Autozulieferer will zudem künftig keine Getriebe mehr für reine Verbrennungsmotoren entwickeln, sondern fokussiert sich auf Plug-in-Hybride mit hoher Reichweite und rein elektrisch fahrende Fahrzeuge.

Die neue Einheit wird ein Volumen von rund zehn Milliarden Euro und damit rund ein Viertel des Konzernumsatzes umfassen. Der mit Getrieben und Fahrwerkskomponenten groß gewordene Stiftungskonzern gibt sich damit eine neue Struktur und erklärt die Elektromobilität zum Kerngeschäft.

Branchenprimus Bosch hatte schon vor über zwei Jahren die gesamte Antriebstechnik in einer Einheit zusammengefasst. Zu den Begründungen zählte, dass man so flexibler darauf reagieren könne, welche Antriebe vom Kunden bestellt werden. Klar ist, dass in solchen Konstruktionen auch die Beschäftigten leichter in die Bereiche wechseln können, wo die Nachfrage steigt.

Denn die gesamte Branche hat mit der Transformation zur Elektromobilität zu kämpfen. Elektroantriebe brauchen nur ein Zehntel der Beschäftigten im Vergleich zu einem Dieselantrieb. Die Nummer zwei in der Branche Continental hat die ebenfalls in einer Sparte gebündelten Antriebsaktivitäten einschließlich Elektromotoren unter dem Namen Vitesco sogar ausgegliedert. Der geplante Börsengang liegt allerdings auch wegen der Coronakrise auf Eis.

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    „Die Pandemie sorgt dafür, dass die Transformation zur Elektromobilität schneller kommen wird“, sagt ein Brancheninsider. ZF stellt sich jetzt offensichtlich darauf ein. Der Konzern hatte erst vergangene Woche die Verkürzung der Arbeitszeit um 20 Prozent bekannt gegeben und eine Beschäftigungsgarantie für zwei Jahre gegeben. In dieser Zeit will der Konzern aber auch seine künftige Struktur finden. In Gewerkschaftskreisen wird mit deutlichen Personalanpassungen nach Ablauf der Schonfrist gerechnet.

    Der Betriebswirt steigt zum Jahreswechsel in den ZF-Konzernvorstand auf. Quelle: ZF
    Stephan von Schuckmann

    Der Betriebswirt steigt zum Jahreswechsel in den ZF-Konzernvorstand auf.

    (Foto: ZF)

    Bei ZF wird die neue Division von Stephan von Schuckmann, 46, geleitet, der bislang die Pkw-Antriebstechnik führte. Mit dem Schritt steigt der Betriebswirt zum Jahreswechsel in den ZF-Konzernvorstand auf. Dort übernimmt er die Position von Michael Hankel, 63, der in den Ruhestand geht.

    „Mit ihm haben wir eine Führungspersönlichkeit aus den eigenen Reihen gewonnen, die den Bereich Pkw-Antriebe hervorragend kennt und mit der neuen Aufstellung die ZF-Position in der Elektromobilität ausbauen wird“, sagte der Aufsichtsratschef Franz-Josef Paefgen.

    Von Schuckmann ist seit 17 Jahren beim Stiftungsunternehmen vom Bodensee. Seit zwei Jahren leitet er die Antriebstechnik von Saarbrücken aus, wo das größte ZF-Werk für Pkw-Getriebe steht. Dort werden auch die neuen Pkw-Getriebe für Hybridfahrzeuge gebaut, für die es Milliardenaufträge unter anderem von BMW gibt.

    Mehr: ZF kürzt Arbeitszeit und verzichtet auf Kündigungen – Druck auf Conti wächst

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