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Aventis lehnt Übernahme ab Sanofi macht mit Übernahmeplänen ernst

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Synthélabo will Aventis schlucken. Den möglichen Zusammenschluss halten Experten für einen logischen Schritt: Kosteneinsparungen, Synergien im Vertrieb und ein besseres Risikopotenzial sprechen für eine Fusion der beiden Pharmariesen.

HB FRANKFURT/PARIS. Die Aventis-Führung lehnte das Angebot in Höhe von fast 50 Mrd. € am Montag jedoch als zu niedrig ab: „Das Management-Gremium ist der Auffassung, dass es andere Szenarien gibt, die nach Branchen- und nach sozialen Gesichtspunkten mehr Sinn ergeben“, teilte Aventis zudem zur Begründung in Paris mit.

Bei einem Zusammenschluss der größten Arzneimittelfirmen Frankreichs entstünde ein Pharmariese mit einem Börsenwert von zusammengerechnet fast 80 Mrd. €, der mit der britischen GlaxoSmithKline hinter dem US-Unternehmen Pfizer weltweit um Platz zwei in der Branche streiten würde. „Dieses bedeutende Industrieprojekt wird es uns ermöglichen, unsere außergewöhnlich komplementären Tätigkeitsbereiche zu nutzen, um einen Marktführer mit einem starken, nachhaltigen und profitablen Wachstum (...) zu schaffen“, sagte Sanofi-Chef Jean-Francois Dehecq.

Aventis war erst im Jahr 2000 aus der Verschmelzung des traditionsreichen Frankfurter Chemie- und Pharmakonzerns Hoechst mit der französischen Rhone-Poulenc hervorgegangen. Der Konzern erwirtschaftet rund den doppelten Jahresumsatz von Sanofi, der Börsenwert beider Unternehmen ist aber etwa gleich hoch. In Deutschland arbeiten für die Aventis Pharma Deutschland GmbH nach Unternehmensangaben noch rund 9000 Menschen. Weltweit hat Aventis, die vor fast zwei Jahren ihr milliardenschweres Agrochemiegeschäft CropScience an den Leverkusener Bayer-Konzern verkauft hat, etwa 71 000 Beschäftigte.

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