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Balda-Hängepartie Aktionäre stimmen Verkauf zu

Mit 97 Prozent haben die Balda-Aktionäre dem Verkauf des operativen Geschäfts zugestimmt. Der Düsseldorfer Zulieferer Heitkamp & Thumann hat vorläufig den Zuschlag bekommen – allerdings liegt nun ein höheres Angebot vor.
01.12.2015 - 19:37 Uhr
Balda hatte seine besten Zeiten als Hersteller von Kunststoff-Schalen für Handys, ist heute aber vor allem wegen seines Geschäfts in der Medizintechnik begehrt. Quelle: dpa
Balda AG

Balda hatte seine besten Zeiten als Hersteller von Kunststoff-Schalen für Handys, ist heute aber vor allem wegen seines Geschäfts in der Medizintechnik begehrt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Kunststoffteile-Hersteller Balda trennt sich von seinem operativen Geschäft. Die Aktionäre stimmten auf einer zwei Tage dauernden Hauptversammlung in Hannover dem Verkauf mit mehr als 97 Prozent zu, wie das Unternehmen aus Bad Oeynhausen am Dienstag mitteilte.

Den Zuschlag bekam vorläufig der Düsseldorfer Autozulieferer Heitkamp & Thumann, der 74 Millionen Euro bietet. Er muss allerdings noch zwei Wochen bangen. Denn der italienische Verpackungshersteller Stevanato hatte kurz vor dem Aktionärstreffen ein um sechs Millionen Euro höheres Gebot in Aussicht gestellt.

Balda hat Stevanato bis zum 14. Dezember Zeit gegeben, eine verbindliche Offerte vorzulegen. Wenn es dazu kommt, will Balda erneut eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, um darüber abzustimmen. Heitkamp & Thumann forderte indes Balda auf, sein Angebot rasch anzunehmen. „Eine andauernde Hängepartie schadet der Gesellschaft und wird zum Verlust des Kundenvertrauens und der Reputation der Balda führen“, erklärte Gesellschafter Christian Diemer.

Heitkamp & Thumann hatte sich im Ringen um Balda knapp gegen den Münchener Mittelstands-Investor Paragon durchgesetzt. Balda hatte seine besten Zeiten als Hersteller von Kunststoff-Schalen für Handys, ist heute aber vor allem wegen seines Geschäfts in der Medizintechnik begehrt.

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    Treibende Kraft hinter dem Verkauf war Aufsichtsratschef Thomas van Aubel. Der Berliner Rechtsanwalt ist Großaktionär von Balda. Auf der Hauptversammlung erhielt er mit 86,1 Prozent das mit Abstand schlechteste Ergebnis, als es um die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ging.

    Das Unternehmen will den Erlös aus dem Verkauf an die Aktionäre ausschütten und sich künftig als Mittelstandsfinanzierer profilieren. Balda-Aktien sackten am Dienstag um knapp ein Viertel auf 2,55 Euro ab.

    • rtr
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