BASF: Chemiekonzern legt Anlagen wegen Energiekrise still
Der Chemiekonzern wird hier wohl die Ammoniakproduktion stilllegen.
Foto: obsFrankfurt, Düsseldorf. Mit einem umfangreichen Sparprogramm will der Chemiekonzern BASF auf die hohen Energiekosten und sinkende Margen reagieren. Neben den bereits im Herbst angekündigten Einsparungen von 500 Millionen Euro in Bereichen außerhalb der Produktion, plant der Konzern nun auch Einschnitte bei den Produktionsanlagen selbst.
Als sicher gilt nach Informationen des Handelsblatts, dass der BASF-Vorstand am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz die Stilllegung eines Teils seiner Ammoniak-Produktion in Ludwigshafen bekannt geben wird.
BASF betreibt in Ludwigshafen bisher zwei Ammoniak-Anlagen, die im vergangenen Jahr bereits zeitweise heruntergefahren wurden. Aufgrund der extrem hohen Gaspreise waren sie nicht mehr rentabel zu betreiben. Die ältere der beiden Anlagen will der Konzern nach Informationen aus Unternehmenskreisen nun nicht wieder in Betrieb nehmen.
BASF: Ammoniak-Produktion verbraucht sehr viel Energie
Eine weitere Ammoniak-Anlage betreibt BASF am Standort Antwerpen. Die Produktion des Chemierohstoffs hat eine große Tradition bei BASF. Die Entwicklung der Ammoniak-Synthese Anfang des vergangenen Jahrhunderts gehörte zu den großen Pionierleistungen der BASF. Die Herstellung ist allerdings besonders energieintensiv. Etwa 80 Prozent der Produktionskosten entfallen auf Ausgaben für Energie, insbesondere Erdgas.