BASF Chemieriese steht vor schwierigen Zeiten

BASF hat im vergangenen Quartal mehr verdient als erwartet. Der Milliardengewinn beruht allerdings nicht nur auf dem Kerngeschäft. Und das Umfeld für den größten Chemiekonzern der Welt wird zunehmend schwierig.
Update: 27.02.2015 - 10:56 Uhr Kommentieren
Der Chemiekonzern BASF konnte Gewinn und Umsatz weiter steigern – auch dank eines Verkaufs von Geschäftsteilen. Quelle: obs
Tanklager der BASF in Ludwigshafen

Der Chemiekonzern BASF konnte Gewinn und Umsatz weiter steigern – auch dank eines Verkaufs von Geschäftsteilen.

(Foto: obs)

LudwigshafenBASF will im Jubiläumsjahr dem anhaltend schwierigen Wirtschaftsumfeld mit Einsparungen und Kürzungen bei den Investitionen begegnen. Das langsamere Wachstum in den Schwellenländern und schwankende Rohstoffpreise bereiten dem weltgrößten Chemiekonzern Sorgen. Zudem dämpften politische Konflikte die Weltwirtschaft.

„Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 ist mit besonders hohen Unsicherheiten behaftet“, erklärte BASF-Chef Kurt Bock am Freitag in Ludwigshafen. Nach Zuwächsen 2014 rechnet Bock daher in diesem Jahr nur mit einem stagnierenden bereinigten Betriebsgewinn. Der Umsatz solle leicht zulegen. „Ich finde, das ist ein sportliches Ziel für uns“, sagte Bock. „Letztlich wird auch der Ölpreis darüber entscheiden, ob wir das Gesamtergebnis steigern werden.“

Das langfristige Ergebnis-Ziel, das für 2020 bislang einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 22 Milliarden Euro vorsieht, bezeichnete der BASF-Chef aus heutiger Sicht als „sehr, sehr anspruchsvoll“. Allerdings: „In fünf Jahren kann relativ viel passieren“, fügt er hinzu.

Die Anleger reagierten verschnupft auf die Geschäftsaussichten bei BASF. Die Aktie büßte 2,8 Prozent ein und war damit Schlusslicht im Leitindex Dax. Zwar sei das vierte Quartal deutlich besser ausgefallen als erwartet, kommentierte die DZ Bank. Der Ausblick 2015 sei aber bescheiden.

Im vergangenen Jahr baute BASF seinen um Sondereinflüsse - wie Restrukturierungen - bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) um vier Prozent auf 7,4 Milliarden Euro aus. „Wir haben unser Chemiegeschäft weiter gestärkt und die Margen wiederum verbessert“, betonte Bock. BASF profitierte 2014 im Petrochemiegeschäft vom deutlich gefallenen Ölpreis und einer höheren Auslastung der Großanlagen, die aus Nafta oder Gas, chemische Grundprodukte erzeugen.

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