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BASF-Rivale Fester Dollar schwächt Dow Chemical

Die Schuldenkrise in Europa drückt auf die Quartalsbilanz des BASF-Rivalen Dow Chemical. Der US-Chemiekonzern hat einen dramatischen Gewinneinbruch verzeichnet. Auch der Umsatz gab nach.
26.07.2012 Update: 26.07.2012 - 15:58 Uhr Kommentieren
Eine Pilotanlage am Dow-Chemiestandort Schkopau. Quelle: dpa

Eine Pilotanlage am Dow-Chemiestandort Schkopau.

(Foto: dpa)

New York Die trübe Konjunktur in Europa hat den BASF -Rivalen Dow Chemical im abgelaufenen Quartal deutlich ausgebremst. Der Gewinn des größten Chemieunternehmens der USA brach im zweiten Jahresviertel um rund ein Drittel auf 649 Millionen Dollar ein.

„Die anhaltende Unsicherheit über die Weltkonjunktur schafft ein schwieriges Geschäftsumfeld, und das Quartal war da keine Ausnahme“, sagte Konzernchef Andrew Liveris am Donnerstag. Neben einem schwachen Europageschäft machte Dow Chemical auch eine geringere Nachfrage aus China zu schaffen. Der Umsatz des Unternehmens mit Sitz in Midland im US-Bundesstaat Michigan schrumpfte um zehn Prozent auf 14,5 Milliarden Dollar.

Welche Konzerne am meisten forschen
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Die führenden Chemiekonzerne (im Bild eine BASF-Mitarbeiterin in Ludwigshafen) haben ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F+E) im Jahr 2011 um etwa sechs Prozent erhöht. Europaweit hat die Chemieindustrie laut dem Branchenverband Cefic rund 8,1 Milliarden Euro in die Forschung investiert. Die Rangliste der forschenden Chemieunternehmen beginnt mit einem Branchenriesen.

(Foto: obs)
Wesseling
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Platz 13 - Lyondell-Basell

Das weltweit drittgrößte Chemieunternehmen Lyondell-Basell (im Bild die Polymer-Produktion in Wesseling bei Köln) gab im Jahr 2011 wenig für die Forschung und Entwicklung aus. Das Unternehmen mit Sitz in Rotterdam (Niederlande) investierte in diesem Bereich nur 141 Millionen Euro. Gemessen am Umsatz von 36,663 Milliarden Euro war das ein verschwindend geringer Anteil von 0,4 Prozent. Lyondell-Basell entstand 2008 durch die Fusion der beiden Unternehmen Lyondell und Basell.

(Foto: )
File photo of logo of Swiss specialty chemicals company Clariant
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Platz 12 - Clariant

Die Schweizer Clariant gab 2011 143 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aus. Gemessen am Umsatz von 5,982 Milliarden Euro waren das 2,4 Prozent. Der Spezialitätenchemie-Konzern mit Sitz in Muttenz ist weltweit aktiv und hat seit der Abspaltung aus der Sandoz AG (heute Novartis) 1995 einige Unternehmen zugekauft.

(Foto: Reuters)
LANXESS
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Platz 11 - Lanxess

Die Ausgliederung der Bayer AG kommt auf Rang elf der Forschungsrangliste. 144 Millionen Euro investierte Lanxess im vergangenen Jahr in Forschung und Entwicklung. Das waren 1,6 Prozent des Umsatzes von 8,775 Milliarden Euro. Das Leverkusener Unternehmen hat seinen Schwerpunkt bei Spezialchemikalien, Kunststoffen und Kautschuk.

(Foto: dpa)
The statue of Ernest Solvay is seen outside the company's headquarters in Brussels
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Platz 10 - Solvay

Der multinationale Konzern mit dem Ursprung in Belgien (im Bild die Statur des Firmengründers Ernest Solvay vor der Zentrale in Brüssel) investierte 2011 156 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung. Das waren 1,9 Prozent des Umsatzes von 8,109 Milliarden Euro. Solvay stemmte im vergangenen Jahr die Milliarden-Übernahme des Konkurrenten Rhodia.

(Foto: Reuters)
Merck mit Rekordumsatz
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Platz 9 - Merck

Das Pharma- und Spezialchemieunternehmen Merck hat im vergangenen Jahr 269 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung gesteckt. Gemessen am Umsatz von 3,847 Milliarden Euro (nur Chemiegeschäft) war das ein hoher Anteil von 7,0 Prozent. Das Darmstädter Traditionsunternehmen landet auf dem neunten Platz der Rangliste.

(Foto: dpa)
Weijers, Chief Executive of Akzo Nobel, speaks during the presentation of the 2006 full-year results in Amsterdam
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Platz 8 - Akzo Nobel

356 Millionen Euro betrugen die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bei Akzo Nobel (im Bild der langjährige Vorstandschef Hans Weijers) im vergangenen Jahr. Das waren 2,3 Prozent des Umsatzes von 15,697 Milliarden Euro. Das niederländische Unternehmen Akzo Nobel ist der weltgrößte Farbenhersteller.

(Foto: Reuters)

Auch für die nahe Zukunft rechnet Konzernchef Liveris mit keiner Belebung. „Wir sehen wirklich keine große Besserung für mindestens zwölf Monate“, sagte der Konzernlenker. Die Euro-Zone sorge weiter für einen Dominoeffekt, der sich rund um die Welt ausbreite. „Das globale Konjunkturumfeld verbessert sich nicht in dem Maße, wie wir es bislang erwartet haben“, räumte er ein. Dow Chemical wolle daher weiter Kosten sparen und noch schärfer auf seine Ausgaben achten. Auch der Branchenprimus BASF äußerte sich wegen der schwachen Konjunkturlage skeptischer als noch zu Jahresbeginn. So rechnet BASF nicht mehr mit einer Belebung der Nachfrage im zweiten Halbjahr.

Im zweiten Quartal verdiente Dow Chemical je Aktie 55 Cent. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen, denn Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 64 Cent gerechnet. Die Nachfrage sei im April deutlich gesunken, im Mai und Juni seien die Geschäfte nur geringfügig besser gelaufen. Zudem habe die Abschaltung von zwei großen Anlagen die Gewinne geschmälert. Bei Anlegern kam der Zwischenbericht des Chemieriesen nicht gut an. Die Aktie büßte 0,9 Prozent ein.

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    Im von der Schuldenkrise geplagten Europa sanken die Umsätze um zehn Prozent. In allen Sparten mit Ausnahme der Agrarchemie setzte Dow weniger um als vor Jahresfrist. Im Agrarchemiegeschäft profitierte der Konzern davon, dass Landwirte in der Pflanzsaison in Nordamerika kräftig Pflanzenschutzmittel bestellten.

    Dow setzte in der Sparte zwölf Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Auch beim Konkurrenten BASF legte das Geschäft mit Pestiziden gegen Schadpilze, Insektenbefall und Unkraut im Quartal kräftig zu.

    • rtr
    • dpa
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