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BatterieherstellerSchuldscheingläubiger ringen offenbar mit Varta um Nachbesserungen

Das Unternehmen aus Ellwangen hatte sich mit einem riskanten Expansionskurs und fehlgeschlagenen Investitionen übernommen. Bei der Sanierung scheint es nun aber neue Probleme zu geben. 30.08.2024 - 18:12 Uhr Artikel anhören
An der Sanierung von Varta beteiligt sich auch der Sportwagenbauer Porsche. Foto: dpa

München. Der schwäbische Batteriehersteller Varta ringt mit einem Teil seiner Gläubiger Insidern zufolge noch um Änderungen an seinem Sanierungskonzept. Ein Teil der Schuldscheingläubiger habe Nachbesserungen zu ihren Gunsten verlangt, das Unternehmen habe das Konzept daraufhin zweimal aufgebessert, sagten zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Nun liege der Ball bei den Gläubigern: Sie hätten bis zum kommenden Montag Zeit, dem Vorschlag zuzustimmen, sagte einer der Insider. Varta wollte sich nicht dazu äußern.

Eine Blockade durch die Gläubiger hätte die Sanierung von Varta über ein vorinsolvenzliches StaRUG-Verfahren gefährden können. Das soll mit einem Überbrückungsdarlehen verhindert werden, sagte ein Insider.

Die Zeichner der Schuldscheindarlehen sind nominell mit 250 Millionen Euro die größte Gläubigergruppe. In diese Papiere hatten sich auch britische Hedgefonds eingekauft, darunter der als besonders aggressiv geltende Fonds Whitebox.

Nach dem neuen Vorschlag müssten sie auf weniger Geld verzichten, Varta würde dann auf höheren Schulden sitzenbleiben als die mit den Banken und einem Teil der Schuldscheingläubiger vereinbarten 260 Millionen Euro. Zudem könnten auch sie an einem späteren Verkauf von Varta finanziell partizipieren, wenn sie neues Fremdkapital bereitstellen. Die Aktionäre gehen aber wie geplant leer aus.

Das Unternehmen aus Ellwangen hatte sich mit einem riskanten Expansionskurs und fehlgeschlagenen Investitionen übernommen und sich in ein StaRUG-Verfahren geflüchtet. In langwierigen Verhandlungen war Mitte August ein Kompromiss gefunden worden: Demnach geben der Sportwagenbauer Porsche und Varta-Großaktionär Michael Tojner zusammen 60 Millionen Euro frisches Kapital. Im Gegenzug sollten die Gläubiger auf mehr als die Hälfte ihrer Darlehen verzichten. Später könnte ein dritter Gesellschafter an Bord kommen.

rtr
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