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Batteriehersteller Varta wehrt sich gegen Patentverletzungen aus China

Samsung soll Batterien in seine Kopfhörer eingebaut haben, die gegen Patente von Varta verstoßen. Nun geht der schwäbische Marktführer dagegen vor.
08.01.2020 Update: 08.01.2020 - 16:53 Uhr Kommentieren
Varta wehrt sich gegen mutmaßliche Patentverletzungen Quelle: dpa
Varta

Für den Ausbau in der Lithium-Ionen-Fertigung hatte sich das Unternehmen im Sommer über eine Kapitalerhöhung 100 Millionen Euro besorgt.

(Foto: dpa)

Stuttgart Der Batteriehersteller Varta wehrt sich gegen mutmaßliche Patentverstöße chinesischer Unternehmen. Wie eine Sprecherin erklärte, sollen seit Längerem in Schnurlos-Headsets von Samsung chinesische Batterien verbaut worden sein, die gegen vier Patente des schwäbischen Marktführers für Micro-Batterien von Hörgeräten und Headsets verstoßen. Im Dezember tauchten die Geräte im Handel auf.

Samsung ist eigentlich Kunde von Varta. Der Mittelständler hat aber keine Angst vor großen Namen: Der koreanische Großkonzern wurde auf die Verletzungen aufmerksam gemacht. „Große Handelskanäle wie Amazon, Media-Markt-Saturn und andere Händler haben Abmahnungen erhalten“, sagte eine Sprecherin. „Wir werden auf keinen Fall solch grobe Patentverletzungen akzeptieren“, teilte das Unternehmen mit und drohte mit einstweiligen Verfügungen, wenn die betroffenen Unternehmen nicht reagieren.

Am Mittwoch geriet die Varta-Aktie nach einer Commerzbank-Studie stark unter Druck. In der Studie bezog sich der Analyst auf den Bericht eines Leerverkäufers, wonach große Varta-Kunden auch auf andere Zulieferer gesetzt hätten. Das Unternehmen aus Baden-Württemberg habe die hohe Nachfrage wohl nicht mehr komplett bedienen können. Varta wollte dies nicht kommentieren. In Branchenkreisen wird das Argument aber eher als eine Schutzbehauptung gesehen.

Seit dem Börsengang vor zwei Jahren hat sich der Aktienkurs etwa vervierfacht. Bislang ist Varta nur bei Micro-Batterien aktiv. Um den steigenden Bedarf zu decken, weitet das Unternehmen mit deutlich über 300 Millionen Euro Umsatz seine Kapazitäten erheblich aus. Das Know-how des vergleichsweise kleinen Mittelständlers ist auch im neuen europäischen Konsortium zur Fertigung von Zellen für Antriebsbatterien von Elektroautos gefragt.

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