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Batterierecycling Millionenstrafe für Tesla in Deutschland

Der US-Elektropionier soll gegen deutsche Gesetze für Recycling und Rücknahme von Batterien verstoßen haben. Darum verhängt das Umweltbundesamt nun eine Millionenstrafe.
01.11.2020 - 13:04 Uhr Kommentieren
Das Elektroauto soll künftig von China nach Europa exportiert werden. Quelle: dpa
Tesla Model 3

Das Elektroauto soll künftig von China nach Europa exportiert werden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Nicht nur in Grünheide nahe Berlin, wo die neue Gigafactory von Tesla entsteht, bekommt der US-Elektropionier derzeit viel Gegenwind. Auch in den deutschen Behörden stößt die Geschäftspraktik der Kalifornier auf Kritik.

Das Umweltbundesamt hat nun sogar ein Bußgeld in Höhe von zwölf Millionen Euro gegen den US-Elektropionier verhängt, berichtet die „Welt am Sonntag“ und bezieht sich in dem Bericht auf einen Bericht an die amerikanische Börsenaufsicht SEC. Die deutsche Behörde wirft Tesla vor, gegen geltende Gesetze zur Rücknahme und Recycling von Batterien verstoßen zu haben.

In Deutschland müssen Autohersteller bei verkauften Elektroautos garantieren, defekte Batterien wieder zurückzunehmen oder einen entsprechenden Recyclingpartner dafür vermitteln. Der US-Autobauer selbst sieht sich im Recht – und hat laut Bericht bereits Einspruch gegen das Bußgeld eingelegt. Man halte sich an die gesetzlichen Vorgaben.

Im Bericht an die US-Börsenaufsicht heißt es: „Obwohl wir den Ausgang des Verfahrens inklusive der endgültigen Höhe der Strafe nicht absehen können, haben wir Widerspruch eingelegt, und es ist nicht zu erwarten, dass es unser Geschäft wesentlich negativ beeinträchtigen wird.“

Tatsächlich dürften die finanziellen Folgen für die Kalifornier überschaubar sein, selbst wenn der Widerspruch nicht erfolgreich sein sollte. Im abgelaufenen Quartal hatte Tesla erneut Rekordzahlen vorgelegt. Der Umsatz war um 39 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar gestiegen, der Gewinn stieg auf 331 Millionen Dollar. Auch in Europa will man zu einem der führenden Autohersteller aufsteigen.

Der Gegenwind aus der deutschen Behörde dürfte die Expansionspläne von Tesla-Chef Elon Musk daher kaum bremsen können. Perspektivisch will der Tesla-Chef in seiner Gigafactory in Grünheide auch eigene Batterien bauen.

Mehr: Wie Tesla zum Autogiganten in Deutschland aufsteigen könnte – erklärt in vier Grafiken

  • HB
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