Baukonzern Hochtief wehrt sich gegen feindliche Übernahme

Hochtief will sich mit allen Mitteln gegen eine feindliche Übernahme durch den spanischen Konkurrenten ACS wehren. Das Verteidigungsteam arbeitet auf Hochtouren, und mit der Schweizer Credit Suisse und der US-Investmentbank Goldman Sachs hat der Baukonzern einige der besten Berater verpflichtet.
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Hochtief-Chef Lütkestratkötter: "Eine unangenehme Überraschung" Quelle: ap

Hochtief-Chef Lütkestratkötter: "Eine unangenehme Überraschung"

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HB BERLIN. "Wir haben eine Menge interessanter Möglichkeiten", sagte Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter der Zeitung "Die Welt" laut Vorabbericht. "Wenn es an der Zeit ist, werden wir entsprechend handeln."

Bis dahin wolle sich sein Verteidigungsteam weiter vorbereiten, sagte Lütkestratkötter. Hochtief habe sich mit der Schweizer Credit Suisse, der US-Investmentbank Goldman Sachs und der Anwaltskanzlei Hengeler Müller bereits einige der besten Berater ins Haus geholt.

Er gehe nicht davon aus, dass Hochtief bald ein spanisches Unternehmen sei. "Wir arbeiten derzeit intensiv daran, dass Hochtief seine Unabhängigkeit behält", sagte Lütkestratkötter.

Der Vorstandschef zeigte sich persönlich enttäuscht vom Vorgehen des spanischen Wettbewerbers. "Es ist schon eine unangenehmen Überraschung, plötzlich vom eigenen Partner attackiert zu werden", sagte Lütkestratkötter. ACS habe es nicht einmal für nötig befunden, Hochtief zu informieren. "Das müssen Sie sich einmal vorstellen: Wir mussten erst in Spanien anrufen, um überhaupt zu erfahren, dass die Gerüchte wahr sind", sagte er.

ACS will den deutschen Konkurrenten durch Aktientausch übernehmen und bietet acht eigene Aktien für jeweils fünf Hochtief-Papiere. Der spanische Baukonzern ist schon jetzt der größte Aktionär von Hochtief und hält knapp 30 Prozent der Aktien des Essener Unternehmens.

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