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Bayer-Offerte Monsanto leistet weiter Widerstand

Das US-Saatgutkonzern Monsanto hat auch das höhere Übernahmeangebot von Bayer abgelehnt. Das Angebot sei „finanziell unangemessen“ und reiche noch nicht aus, um die Aktionäre zur Annahme zu bewegen.
Update: 19.07.2016 - 15:16 Uhr
Der US-Konzern lehnt auch das verbesserte Angebot von Bayer ab. Quelle: dpa
Monsanto

Der US-Konzern lehnt auch das verbesserte Angebot von Bayer ab.

(Foto: dpa)

New York/DüsseldorfDer amerikanische Saatgutriese Monsanto leistet weiter Widerstand gegen eine Übernahme durch Bayer, signalisiert dabei aber Gesprächsbereitschaft. Auch das erhöhte Angebot von Bayer lehnt der US-Konzern am Dienstag – wie von vielen Beobachtern erwartet – als „finanziell inadäquat“ ab. Der Verwaltungsrat sei einstimmig der Meinung, dass es nicht ausreichend sei, um einen Deal sicherzustellen.

Monsanto sei jedoch weiter offen für konstruktive Gespräche mit Bayer und anderen Parteien, um zu prüfen, ob eine Transaktion im besten Interesse der Monsanto-Aktionäre möglich sei. Der US-Konzern macht damit indirekt deutlich, dass ein Deal mit Bayer erreichbar erscheint, wenn denn Einigkeit über die Bewertung erzielt werden kann.

Viele Beobachter und US-Investoren gehen davon aus, dass dies bei einem Preis von 130 bis 135 Dollar je Monsanto-Aktie der Fall sein könnte. Für Bayer würde sich damit der Kaufpreis auf 60 bis 62 Milliarden Euro erhöhen. Bayer will die Antwort aus den USA nun prüfen, sagte ein Sprecher.

Der Leverkusener Konzern hatte Anfang des Monats seine ursprüngliche Offerte von 122 Dollar um drei Dollar auf 125 Dollar je Aktie aufgestockt. Auf dieser Basis würde eine Übernahme von Monsanto rund 64 Milliarden Dollar, oder rund 58 Milliarden Euro kosten, einschließlich der zu übernehmenden Nettofinanzschulden des US-Konzerns.

Bei Bayer-Investoren waren die Zukaufspläne zuvor wegen des hohen Preises und des schlechten Images von Monsanto auf Skepsis gestoßen. Das britische Investmenthaus Henderson Global Investors, das Reuters-Daten zufolge 16.größter Anteilseigner von Bayer ist, forderte eine Abstimmung der Aktionäre über den Deal.

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