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Befristete Laufzeit soll etwa vier Jahre betragen Verkauf von Daimler-Anteilen an EADS noch vor Weihnachten geplant

Bundesregierung und Banken rechnen damit, dass der geplante Verkauf von EADS-Anteilen des Autokonzerns Daimler-Chrysler in Kürze realisiert werden kann.

BERLIN. „Es wäre wünschenswert, wenn das Geschäft vor Weihnachten abgeschlossen sein könnte“, erfuhr das Handelsblatt in Regierungskreisen und in Frankfurter Finanzkreisen. Bei dem Geschäft geht es darum, wie Daimler-Chrysler 7,5 Prozentpunkte seines 22,5-Prozent-Aktienpakets am europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS an ein Konsortium von Finanzinvestoren zeitlich befristet überträgt.

Nach Informationen des Handelsblatts hatten sich die Verhandlungsführer von Commerzbank, Deutscher Bank, Goldman Sachs und der KfW-Bankengruppe mit dem Wirtschaftsabteilungsleiter im Bundeskanzleramt, Jens Weidmann, gestern zu abschließenden Gesprächen am Frankfurter Flughafen getroffen. Banken und Bundesregierung haben sich demnach darauf verständigt, dass der Daimler-Anteil durch eine Derivate-Konstruktion faktisch in stimmrechtslose Vorzugsaktien umgewandelt wird. Die Laufzeit soll etwa vier Jahre betragen, Daimler behält während dieser Zeit weiter alle Stimmrechte, erfuhr das Handelsblatt aus dem Kreis der federführenden Banken.

Vorteil dieser Lösung sei, dass die Aktien nach Ablauf dieser Zeit wieder an Daimler zurückgingen, wobei die Investoren von einer erwarteten positiven Kursentwicklung und überdurchschnittlichen Renditen profitierten. Die Banken rechnen mit einer Verzinsung von deutlich über vier Prozent. Derzeit arbeiten mehrere Anwaltskanzleien an der Prüfung der Verträge für das Finanzkonstrukt. Außerdem soll die Lösung auch mit den französischen EADS-Aktionären abgestimmt werden.

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