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Beleuchtungshersteller Erneute Gewinnwarnung von Osram

Für 2019 hat der Lichthersteller seine Prognose gesenkt. Der Umsatz könnte um bis zu 14 Prozent schrumpfen. Die Aktie rutscht tief ins Minus.
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„Der Hintergrund ist unter anderem die anhaltende Marktschwäche in der Automobilindustrie, der Allgemeinbeleuchtung und bei mobilen Endgeräten“, hieß es in der Mitteilung. „Dies hat zu hohen Lagerbeständen insbesondere in China geführt.“ Quelle: dpa
Osram

„Der Hintergrund ist unter anderem die anhaltende Marktschwäche in der Automobilindustrie, der Allgemeinbeleuchtung und bei mobilen Endgeräten“, hieß es in der Mitteilung. „Dies hat zu hohen Lagerbeständen insbesondere in China geführt.“

(Foto: dpa)

MünchenNach zwei Gewinnwarnungen im vergangenen Jahr hat der Lichtkonzern Osram nun auch die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr drastisch nach unten korrigiert. Hintergrund seien „unter anderem die anhaltende Marktschwäche in der Automobilindustrie, der Allgemeinbeleuchtung und bei mobilen Endgeräten“, teilte Osram mit. Dies habe zu hohen Lagerbeständen insbesondere in China geführt.

Die Investoren, die bei Osram schon einiges gewohnt sind, reagierten bestürzt. Der Kurs brach um zeitweise um zwölf Prozent auf unter 31 Euro ein. In den vergangenen zwölf Monaten hat er sich mehr als halbiert.

Zuletzt stützte die Nachricht den Kurs, dass Finanzinvestoren eine Übernahme prüfen. Im Februar hatte Osram „vertiefte Gespräche“ mit Bain Capital und Carlyle Group bestätigt. Laut Industriekreisen läuft die Prüfung der Bücher noch immer, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Dass die Geschäfte bei Osram schlecht laufen, hatte sich schon im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (30. September) gezeigt. Konzernchef Olaf Berlien deutete an, dass es schwieriger werde, die Prognose zu erreichen, wollte sie aber in der Hoffnung auf einen Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte noch nicht kassieren.

Doch auch im zweiten Quartal zeichnet sich laut Mitteilung ein Umsatzrückgang von rund 15 Prozent auf vergleichbarer Basis ab sowie eine bereinigte operative Umsatzrendite (EBITDA) nur im mittleren bis höheren einstelligen Bereich.

„Eine Erholung ist nicht in Sicht“, hieß es in Industriekreisen. Daher prognostiziert Osram nun für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang von elf bis 14 Prozent und eine bereinigte EBITDA-Marge von acht bis zehn Prozent. Ursprünglich hatte der Konzern ein Umsatzwachstum von null bis drei Prozent und eine Umsatzrendite von zwölf bis 14 Prozent prognostiziert.

Damit dürfte nun auch der Druck auf Vorstandschef Berlien weiter wachsen. „Das Wohl und Wehe des Managements hängt davon ab, ob die Übernahmeofferte kommt“, meinte ein Branchenkenner. Sollten die Finanzinvestoren absagen, könne der Kurs weiter abrutschen. „Dann werden die Diskussionen lauter werden.“ Aufsichtsratschef Peter Bauer hatte Berlien auf der Hauptversammlung im Februar demonstrativ Rückendeckung gegeben. Der Vorstand könne sich auf die Unterstützung des Aufsichtsrats verlassen.

Hauptproblem von Osram ist die schwächelnde Autokonjunktur. Die Branche ist der wichtigste Abnehmer. Vor allem die Chiptochter OS leidet unter der Nachfrageschwäche. Etwas besser sieht es in der Automotive-Sparte aus, weil dort das Ersatzteilgeschäft stabilisiert. In der Mitteilung betonte Osram: „Neue Geschäftsfelder wie die Gesichtserkennung und Professional Farming entwickeln sich positiv.“ Allerdings tragen diese bislang nur einen kleinen Teil zum Umsatz bei.

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