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Bentley und Bugatti Porsche und VW stehen zu Dickschiffen

Auf Wunsch von Ex-Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piëch war die Motorrad-Marke Ducati von VW gekauft worden – jetzt könnte ein Verkauf anstehen. Die Luxusmarken Bentley und Bugatti sollen in jedem Fall im Konzern bleiben.
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Ein Luxus-SUV aus dem Volkswagen-Konzern. Quelle: AP
Bentley Bentayga

Ein Luxus-SUV aus dem Volkswagen-Konzern.

(Foto: AP)

Stuttgart Volkswagen plant Porsche-Chef Oliver Blume zufolge keinen Verkauf der Luxusmarken Bentley oder Bugatti. „Da gibt es keinerlei Überlegungen, irgendetwas zu veräußern“, sagte Blume am Donnerstag beim Produktionsjubiläum des einmillionsten Fahrzeugs des Porsche 911 in Stuttgart. Blume ist zugleich Leiter der Luxusmarkengruppe aus Porsche, Bentley und Bugatti im VW-Konzern.

Der Wolfsburger Autokonzern zieht eine Trennung von der Motorrad-Marke Ducati in Betracht, wie Reuters Ende April von Insidern erfahren hatte. Der indische Motorradhersteller Royal Enfield ist nach einem Bericht der „Times of India“ an der Übernahme des italienischen Rivalen interessiert. Der Ducati-Kauf vor fünf Jahren war ein Lieblingsprojekt des früheren Firmenpatriarchen Ferdinand Piëch. Mit dessen Rückzug aus dem Konzern kamen Spekulationen auf, VW könnte auch Pkw-Luxusmarken abstoßen. Diesen trat Blume entgegen. „Beides sind tolle Marken“, sagte er. Bentleys Kooperation mit Porsche in der Produktion sei absolut sinnvoll. Das angepeilte Ziel, durch die Zusammenarbeit pro Jahr 100 Millionen Euro an Kosten einzusparen, sei bereits übertroffen worden.

Vom aufgemotzten Käfer zum besten Sportwagen der Welt
Am 11. Mai 2017 in Irisch-Grün vom Band gelaufen: Der einmillionste Porsche 911 Carrera
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Gefeiert wurde das Produktionsjubiläum „schwäbisch zurückhaltend“, also wie das Modell selbst. Es handelt sich um einen Carrera S als Handschalter, mit dem Logo von 1964 auf der Haube, vergoldetem Porsche-Schriftzug am Heck und klassischen Pepita-Sitzen...

(Foto: SPS)
Porsche 911 Carrera von 1963 und von 2013 im Vergleich
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Ferry Porsche hat die Eigenschaften des 911 treffend beschrieben: „Der 911 ist das einzige Auto, mit dem man von einer afrikanischen Safari nach Le Mans, dann ins Theater und anschließend auf die Straßen von New York fahren kann.“

Wie kein anderes Fahrzeug vereint der 911 scheinbare Gegensätze wie Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit, Tradition und Innovation, Exklusivität und soziale Akzeptanz oder Design und Funktionalität. Mit einer Million gebauten Einheiten ist der 911 der erfolgreichste Sportwagen der Welt...

(Foto: PR)
50 Jahre 911er-Entwicklung im Vergleich: 1963 zu 2013
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Neben dem ebenso klassischen wie einzigartigen Design ist es auch zu jeder Zeit seine richtungweisende Technologie gewesen, die den Porsche 911 auszeichnete. Viele der im Porsche 911 erstmals eingesetzten Ideen haben ihren Ursprung auf der Rennstrecke. Schließlich war der 911 dem Leistungsprinzip schon immer verpflichtet und der Rennsport sein wichtigstes Prüflabor.

Von Beginn an war er auf allen Rennkursen der Welt zuhause und erwies sich als ein ebenso vielseitiges wie zuverlässiges Siegerfahrzeug. Gut zwei Drittel der mehr als 30.000 Porsche-Rennsiege gehen auf das Konto des 911...

(Foto: PR)
Die Generationen: 1. Ur-Elfer (1963) – Die Geburt einer Ikone
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Als Nachfolger des Porsche 356 eroberte der 911 von Beginn an die Herzen der Sportwagenfans. Der Ur-Elfer startete 1963 auf der Frankfurter IAA als Typ 901. Die Umbenennung in 911 erfolgte 1964 zur Markteinführung. Der luftgekühlte Sechszylinder-Boxermotor leistete 130 PS – genug für 210 km/h.

(Foto: PR)
Wer es weniger schnell mochte, konnte ab 1965 den vierzylindrigen Porsche 912 ordern
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1966 stellte Porsche den 160 PS starken 911 S vor, der erstmals mit geschmiedeten Fuchs-Leichtmetallfelgen ausgestattet war. Der 911 Targa kam Ende 1966 auf den Markt und wurde mit seinem markanten Edelstahl-Überrollbügel zum ersten Sicherheitscabriolet der Welt.

Mit „Sportomatic“, einem halbautomatischen Viergang-Getriebe, war der Elfer ab 1967 erhältlich. Und als erster deutscher Hersteller erfüllte Porsche mit den Varianten 911 T, E und S die strengen amerikanischen Abgasentgiftungsvorschriften der EPA.

(Foto: PR)
Generationen im direkten Vergleich
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Blick ins Cockpit eines Porsche 911 2.0 Coupe von 1964 ...

(Foto: PR)
911er-Generationen im Innenraum-Vergleich
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... und der Blick in einen 2013er Porsche 911 Carrera 4S Coupé. Was bleibt, ist der Drehzahlmesser als das zentrale Rundinstrument über alle Generationen hinweg.

(Foto: PR)

Am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen feierte Porsche die Produktion des einmillionsten Porsche 911, der erstmals 1963 als 901 vom Band lief. In 911 musste die Modellreihe umbenannt werden, da Peugeot sich dreistellige Nummern mit einer Null in der Mitte zur Kennzeichnung von Pkw-Modellen markenrechtliche gesichert hatte. Heute ist die Sportwagenikone mit einem Jahresabsatz von gut 32.000 nicht mehr der meistverkaufte Porsche, sondern auf Platz drei hinter den SUVs Macan und Cayenne. „Aber seine DNA findet sich in allen Modellreihen von Porsche“, sagte Blume. Von allen produzierten Fahrzeugen sollen noch 70 Prozent eine Straßenzulassung haben.

Der einmillionste Wagen soll nach einer Werbetour die Sammlung im Porsche-Museum ergänzen. Er hat eine besondere Ausstattung: Sitzpolster mit Pepita-Muster, Lenkrad und Armaturenbrett mit Mahagoni-Holz und ein vergoldeter Schriftzug „Porsche“ am Heck. Lackiert wurde der Sportflitzer in der Farbe des allerersten Modells irisch-grün – die Lieblingsfarbe von Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche, Enkel des Käfer-Erfinders Ferdinand Porsche. "Der erste 901 war ein schlichtes Auto", sagte er. „Die, die nicht auffallen wollten, kauften es sich.“

  • rtr
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