Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Benzinpreis-Wut Abzocke oder Wettbewerb an der Zapfsäule?

Die erste Osterreise-Welle rollt heute durch Deutschland. Passend dazu kostet der Liter Super 1,70 Euro. Die Wut vieler Autofahrer an der Zapfsäule wächst. Doch die Ölmultis wehren sich gegen den Vorwurf der Abzocke.
Update: 30.03.2012 - 17:49 Uhr 30 Kommentare

Empörung über Benzinpreise

DüsseldorfDa mögen die Tankstellen blau sein oder auch grün: Die überwiegende Farbe ist rot. Denn diese Farbe treibt es den Autofahrern ins Gesicht, wenn sie in diesen Tagen zur Zapfsäule greifen. Die Spritpreise sind auf einem Rekordniveau. Schon bevor der Osterurlaub losgeht, haben viele deutsche Autofahrer erst einmal einen dicken Hals – und ein leeres Portemonnaie.

Tanken geht so richtig ins Geld. Die Spritpreise in Deutschland sind kurz davor, flächendeckend die Marke von 1,70 Euro pro Liter Superbenzin zu überschreiten. Am Freitagmittag lag der Preis für Super E10 im bundesweiten Schnitt bei 1,674 Euro, wie ein ADAC-Sprecher sagte. Im Vergleich zum Tagesdurchschnitt vom Donnerstag war dies einen Anstieg von 1,4 Cent. Super E5 sei durchschnittlich 3 Cent teurer als der Bio-Sprit. Diesel verteuerte sich um 0,9 Cent auf 1,531 Euro pro Liter.

Am Montag beginnen in neun Bundesländern die Osterferien. Die erste Welle des Osterreiseverkehrs rollt bereits heute durch Deutschland. Von Nord nach Süd, von West nach Ost und umgekehrt. Doch ehe es auf die Autobahn geht, braucht der Wagen Treibstoff. Es muss vollgetankt werden.

Die Wut an der Tanksäule wächst. Verbraucher und Automobilclubs werfen den Mineralölkonzernen Abzocke vor. „Die Mineralölindustrie lässt selten eine Chance aus, den Autofahrern in die Tasche zu greifen“, sagt ein Sprecher des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs.

Der ADAC hält den Multis vor, Ölpreisanstiege direkt an den Tankstellen weiterzugeben. Preisrückgänge beim Rohöl erreichten die Verbraucher dagegen vielfach verspätet – oder überhaupt nicht. Derzeit hält sich der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stabil über 120 Dollar, am Freitag dotierte er bei rund 123 Dollar. Der Preis für die US-Sorte WTI dagegen ging in den vergangenen Wochen zurück; von knapp 109 Dollar Anfang März auf aktuell knapp 103 Dollar.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Spotmarkt in Rotterdam soll verantwortlich sein
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Benzinpreis-Wut - Abzocke oder Wettbewerb an der Zapfsäule?

30 Kommentare zu "Benzinpreis-Wut: Abzocke oder Wettbewerb an der Zapfsäule?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Da hilft nur ein Boykott eines Ölmultis bundesweit! Solange bis der Preis um 10 Cent sinkt, bei der nächsten Erhöhung dann gleich wieder. Das kann sich kein Ölmulti leisten, da ja auch das Shopgeschäft wegfällt.

  • Einfach mal bundesweit Shell oder Aral boykottieren, bis der Preis um 10 Cent sinkt!

  • Hinzu kommt, dass die Ölmultis die Inflation im Verkaufspreis ihres Öls nach oben angleichen um den Wertverfall des Euros und Dollars auszugleichen!

  • @Nimosus
    Wenn Sie wissen wollen, ob das stimmt, müssen Sie nur auf die Staumeldungen achten.

    Im Rhein-Main-Gebiet sind die Autobahnen jedenfalls nicht voll...

  • Warum redet eigentlich niemand darüber, dass Sprit das EINZIGE Alltagsprodukt ist, das den Preis mehrmals täglich wechselt? Und vor allem hin und her wechselt?

    Im Supermarkt hat ein Produkt einen Preis und fertig. Neu kalkuliert wird höchstens, wenn eine neue Lieferung kommt. Stellt euch vor, man wüsste nicht im Voraus, was die Dinge im Supermarkt kosten oder die Preise würden sich auf dem Weg zur Kasse ändern...!
    Ein Unding, dass genau dieses Gebaren bei Tankstellen einfach so akzeptiert wird. Und wirklich niemand darüber redet.

    Warum ist das bei Sprit nicht auch so wie bei Schokolade & Co? Der Tankstellenbetreiber bezahlt eine Füllung seines Erdtankes und sollte damit eine Grundlage für einen fairen und gewinnträchtigen Preis haben, der so lange gültig bleiben kann, bis der Erdtank erneut aufgefüllt wird.

    Je länger ein Preis fest ist, desto fairer muss er kalkuliert werden, weil Fehlkalkulationen richtig teuer werden könnten.
    Günstige Tankstellen würden sich herumsprechen und wären tagelang die Gewinner - wetten, dass die nächste Preiskalkulation der Verlierertankstellen vorsichtiger sein wird?

    Wenn schon dauernd staatliche Eingriffe, dann endlich mal hier beim Stutzen des Oligopols zum Wohle unserer gesamten Volkswirtschaft.

  • € 2,00 sicherlich, aber noch nicht in diesen Sommerferien. Ich rechne mal mit einem solchen Superpreis (E5) so etwa gegen Ende 2014. Dann blieben wir etwa im Trend...

  • ...also ich habe heute wieder 3 Mitfahrer über ein mir mittlerweile sehr lieb gewonnenes Internetportal in meinem Auto mitgenommen (ca. 300km). Neben dem, daß 3 Mitfahrer glücklich, entspannt und pünktlich an ihre Zielorte gebracht wurden, habe ich sehr konkurrenzfähig der DB und dem Staat ein Schnippchen geschlagen. Außerdem hätten im anderen fall ja möglciherweise 3 zusätzliche Kraftfahrzeuge die Autobahn mit verstopft. Mein Tip (anstatt sich so maßlos zu ärgern, was einen zusätzlich schädigt): bildet, wenn möglich Fahrgemeinschaften und teilt euch somit die Kosten. es ist einfacher, als ihr denkt. Und im Portemonnaie merkt man es außerdem... ;-)

  • Schade nur dass sie ihren Kaffee nicht in den Tank gießen können wenn das Arbeitsamt von ihnen verlangt 100 km zur Arbeit zu fahren !!!

  • Benzin und Diesel sind doch eher spotbillig.
    Wenn ich für eine Tasse take-away Kaffee (etwa 1/4 Liter) schon € 1.50 zahle, dann kostet der Liter Kaffee € 6!!!

  • Dummerweise isses aber so dass Energiesteuern ein fixer Betrag sind.

    Seit 5 Jahren verdient vetdient der Staat nur ein bisserl mehr indirekt mit der Mehwertsteuer an der Tankstelle, wenn die Ölmultis die Preise anheben.

    Der % Anteil des Staates am Benzin/Diesel sinkt mit jedem Jahr!

Alle Kommentare lesen