Berechnungen des Handelsblatts Pharmabranche freut sich über Rekorderträge

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Gute Geschäfte: Pharmaumsatz, Marktanteile, Ertragsdaten der Top-10.

Den absolut größten Sprung nach vorne - von 1,5 auf rund 5,5 Prozent Marktanteil - machte seit Beginn des Jahrzehnts Sanofi, vor allem durch die Übernahme von Aventis. Doch wächst auch der französische Konzern inzwischen langsamer als der Markt. In der Führungsgruppe konnte in den letzten Jahren praktisch nur der Roche-Konzern signifikante Marktanteile durch organisches Wachstum hinzugewinnen.

Unter den Vertretern der zweiten Reihe gelang dies vor allem Amgen und Boehringer. Andere Unternehmen dieser Gruppe, darunter Bayer, Schering-Plough und die japanischen Hersteller, verloren zunächst massiv Marktanteile, ehe sie in den vergangenen beiden Jahren mit Übernahmen und Fusionen eine Aufholjagd starteten. Bezieht man die jüngsten Akquisitionen wie Bayer/Schering, Merck/Serono oder Schering-Plough/Organon bereits in die Umsätze mit ein, verbesserten die Vertreter der zweiten Liga ihre Marktanteile 2006 um etwa drei Prozentpunkte.

Insgesamt sind die Betriebs- und die Nettogewinne der Unternehmen seit Beginn des Jahrzehnts um mehr als zwei Drittel gestiegen. Dabei haben die Top 10 der Branche ihre Führungsrolle in punkto Ertrags- und Finanzkraft noch ausgebaut. Ihre operativen Gewinne legten im Schnitt deutlich stärker zu als bei Unternehmen der zweiten Reihe. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den freien Cashflows, also den Mitteln, die den Unternehmen nach Abzug der notwendigen Sachinvestitionen verbleiben. Sie verdoppelten sich bei den Großunternehmen in der Summe auf rund 68 Mrd. Dollar im Jahr 2006.

Die Daten sprechen dafür, dass die großen Pharmakonzerne auch in Phasen schwächerer Wachstumsraten noch über Spielraum zur Ertragssteigerung verfügen, sei es in Verbindung mit Fusionen oder durch Effizienzprogramme. So hat die Branche seit dem Jahr 2000 ihren Verwaltungs- und Vertriebsaufwand um drei Prozentpunkte auf rund 31 Prozent vom Umsatz heruntergefahren. Zwar zehrten steigende Forschungsausgaben den Löwenanteil auf. Etwa ein Drittel der Effizienzgewinne kam jedoch den operativen Renditen zu Gute, die im Schnitt um etwa einen Prozentpunkt auf knapp 26 Prozent zulegten. Deutliche Margenverbesserungen verbuchten vor allem Roche, Takeda, Boehringer und die britischen Konzerne Glaxo-Smithkline und Astra-Zeneca.

Die Möglichkeiten zur Rendite-Steigerung erscheinen noch keineswegs ausgereizt. Darauf deuten zum einen die jüngsten Sparprogramme bei Pfizer, Astra-Zeneca und Bayer hin, wo jeweils mehrere Tausend Stellen abgebaut werden, aber auch die zum Teil erheblichen Unterschiede in den Kostenstrukturen. So bewegen sich die Produktionskosten zwischen elf Prozent vom Umsatz bei Merck & Co und mehr als 25 Prozent bei Sanofi-Aventis.

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