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Bergbaugigant Norilsk Nickel Der Riese aus der Taiga

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Materik, das heimische Festland, nennen die Sibirer die wärmeren Weiten südlich der Taiga. In der Kälte hingegen erfolgte nach der Übernahme des Metallriesen durch Moskauer Magnaten ein Weltenwandel: Zwar ist Norilsk noch immer eine der größten Dreckschleudern der Welt. Aber die rasant wachsenden Gewinne – auch infolge stark gestiegener Preise der Industriemetalle – ermöglichen nicht nur die weitere Expansion des Unternehmens, sondern auch Investitionen in Modernisierungs- und Umweltschutz-Programme.

Vor allem aber gibt es jetzt Milliarden für den schnellen Sprung von NN ins Ausland: In den USA wurden bereits Stillwater Mining, der größte US-Nickelproduzent, übernommen und Anteile am Wasserstoff-Energiekonzern Plug Power gekauft. Ein Fünftel der Aktien des südafrikanischen Edelmetallriesen Goldfields kam 2004 hinzu. Diese wurden inzwischen zusammen mit den russischen Goldgruben von NN als Polyus Zoloto an die Börse gebracht.

Dass Wladimir Potanin bei der Trennung von Geschäftspartner Michail Prochorow nach dessen Alpen-Skandal aus dem gemeinsamen Firmenimperium Interros ausgerechnet NN für sich gesichert hat, bejubeln Analysten: Sie sehen noch mehr Wachstum für den Rohstoff-Riesen in der kalten Heimat und im Westen. NN hat bereits weitere „strategische Zukäufe“, „strategische Allianzen“ und „die Suche nach neuen Vorkommen von Weltklasse in Russland und im Ausland“ angekündigt.

Denn NN hat als seine Mission die „führende Rolle bei Bergbau und Metallurgie in der Welt“ auserkoren. Und in anderen Bereichen, wie etwa der Aluminium-Industrie, hat Russland mit dem RusAl-Konzern des Oligarchen Oleg Deripaska längst die Weltmarktführerschaft übernommen und US-Größen wie Alcoa abgehängt.

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