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Bericht BMW und Daimler prüfen intensivere Zusammenarbeit bei Fahrzeugkomponenten

Die Premium-Hersteller denken offenbar über gemeinsame Plattformen nach. Kern der möglichen Kooperation: das Auto der Zukunft – und die Zukunft der Branche.
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Bericht: BMW und Daimler prüfen intensivere Zusammenarbeit Quelle: dpa
Produktion des BMW i3

Gerade bei den Themen Elektromobilität und autonomes Fahren könnte eine Kooperation mit Daimler Sinn ergeben.

(Foto: dpa)

DüsseldorfMögliche Kooperation in der Oberklasse: Einem Bericht zufolge prüfen die Erzrivalen BMW und Daimler eine Zusammenarbeit bei Fahrzeugteilen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg werden Gespräche über ein Joint Venture bei Fahrzeugplattformen, Batteriezellen und Technologien für autonomes Fahren geführt. Die Konzerne kommentierten den Bericht zunächst nicht.

Bloomberg zitiert mit den Vorgängen vertraute Personen. Demnach gehe es um nicht markenspezifische Teile der Rivalen im Luxussegment. Details gibt es bisher noch nicht, die Verhandlungen befänden sich in einer frühen Phase.

Tatsächlich arbeiten die konkurrierenden Konzerne bereits beim Einkauf von Fahrzeugkomponenten zusammen. Auch VW ist hier mit an Bord. Das Kartennavigationssystem HERE wurde gemeinschaftlich erworben. Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass BMW und Daimler ihre Carsharing-Plattformen Car2Go und DriveNow zusammenschließen.

Die Autobranche steht spätestens seit dem Diesel-Skandal unter großem Erneuerungsdruck. Umweltbelastungen durch Autoabgase sind zum globalen Thema geworden, gerade die deutschen Hersteller haben im internationalen Vergleich Trends wie Elektromobilität und autonomes Fahren weitgehend verschlafen. Zuletzt hatte die EU strengere Richtlinien zu CO2-Emissionen für Neuwagen erlassen. Erst am Dienstag legten Deutschland und Frankreich ein gemeinsames Arbeitspapier vor, mit dem der Bau von Batteriezellproduktionen in Europa gefördert werden soll.

Die Daimler AG musste allein in diesem Jahr drei Gewinnwarnungen herausgeben. Auch BMW verzeichnete im dritten Quartal einen merklichen Gewinneinbruch. Experten erwarten zwar, dass sich der Markt nach Rückschlägen durch den Emissions-Standardtest WLTP wieder entspannt; ein Selbstläufer ist das erfolgsverwöhnte deutsche Autogeschäft aber nicht mehr.

Kooperationen zwischen Herstellern zur Kostensenkung sind kein unübliches Phänomen. Gerade im Bereich der Klein- und Nutzfahrzeuge produzieren Konzerne hier häufig aus Effizienzgründen gemeinsam. Joint Ventures sparen Entwicklungskosten und schonen Ressourcen, etwa bei der Produktion alternativer Antriebe. So kooperiert BMW bei Sportwagen und Wasserstoffantrieben mit Toyota, Daimler setzt auf Nissan und Renault.

Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, müssten sich die Hersteller laut Quelle darauf einstellen, dass laufende Untersuchungen wegen eines Kartellverdachts gegen BMW, Daimler und VW die Kooperation beeinträchtigen würden.

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