Berlin-Brandenburg Geballte Kompetenz für Turbinen

Zwar hat sich Berlin in letzter Zeit nicht mit Ruhm bekleckert, was die Luftfahrt angeht. Dennoch ist die Region ein Zentrum für Turbinentechnik. Mehr als 6000 Menschen arbeiten hier in der Flugzeugbranche.
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Vorbereitungen für die ILA in Berlin: Das Luftfahrt-Eldorado wächst. Quelle: Reuters

Vorbereitungen für die ILA in Berlin: Das Luftfahrt-Eldorado wächst.

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BerlinAls Luftfahrtstandort ist Berlin der Öffentlichkeit nicht gerade bekannt. Im Gegenteil: Die Stadt macht derzeit vor allem durch das Debakel beim Bau des Großflughafens von sich reden. Trotzdem gehört die Region südlich der Hauptstadt, wo morgen auf einem neuen Messegelände direkt neben der Baustelle des Pannen-Airports die Internationale Luftfahrtausstellung (ILA) startet, zu einem der deutschen Luftfahrtzentren.

Während Hamburg das Airbus-Werk in Finkenwerder hat, München zweiter Sitz des EADS-Konzerns ist, setzt Berlin-Brandenburg in der Luftfahrt auf Antriebstechnik. Mittlerweile haben sich hier 120 größtenteils auf Turbinentechnik spezialisierte Unternehmen mit mehr als 6000 Beschäftigen angesiedelt, allen voran Rolls-Royce in Dahlewitz.

1993 hatte der britische Industriekonzern als einer der ersten nach der Wende ein neues Werk vor Berlin gebaut. Rolls-Royce ist neben MTU Aero Engines, Pratt & Whitney und General Electric einer der vier großen Triebwerkshersteller weltweit. Mit der Zeit errichtete Rolls-Royce in Dahlewitz mehrere Kompetenzzentren; hier werden Triebwerke entwickelt, getestet, montiert und gewartet. Eine Besonderheit ist zudem das 2010 gestartete Versuchszentrum für Material- und Vibrationstests für Triebwerkskomponenten.

Bis heute hat Rolls-Royce insgesamt rund zwei Milliarden Euro in seine deutschen Standorte investiert - Dahlewitz ist der größte mit mehr als 2000 Mitarbeitern. Derzeit baut Rolls-Royce hier einen Teststand für Großtriebwerke.

Auch an anderer Stelle wächst das Luftfahrt-Eldorado. Siemens will bis 2014 in Ludwigsfelde ein Testzentrum für Gasturbinen errichten. Auch wenn Brandenburgs oberster Wirtschaftsförderer, Steffen Kammradt, weiß, dass das kein Selbstläufer ist, so "fühlen sich viele Mittelständler von diesem Umfeld angezogen", sagt er.

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  • Kompetenz? Hier werken auch keine Politiker und Experten! Daher der Erfolg!

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