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Bernd Osterloh VWs Betriebsrat kritisiert Tatenlosigkeit der Bundesregierung

VWs oberster Betriebsrat wirft der Bundesregierung vor, den Verbrennungsmotor abschaffen zu wollen – und gleichzeitig Alternativen zu vernachlässigen.
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Der Betriebsratschef sorgt sich um die Autozulieferer. Quelle: dpa
Bernd Osterloh

Der Betriebsratschef sorgt sich um die Autozulieferer.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Bernd Osterloh gilt als mächtigster Arbeitnehmervertreter Deutschlands. Seit 14 Jahren ist er Gesamtbetriebsratschef des Volkswagen-Konzerns und hat in seinem Amt schon viele Krisen erlebt – unter anderem den Übernahmeversuch von Porsche vor ziemlich genau zehn Jahren und den Dieselskandal, der den Wolfsburger Autobauer nunmehr seit Herbst 2015 beschäftigt.

Jetzt hat Osterloh sich zu einer weltweiten Krise geäußert und dabei auch die Tatenlosigkeit der Bundesregierung kritisiert: Der 62-Jährige bezeichnete die Klimaschutzpolitik als Gefahr für den Industriestandort Deutschland. „Wir riskieren, was uns stark gemacht hat“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Osterloh warf der Politik vor, zwar Verbrennungsmotoren möglichst schnell abschaffen zu wollen, aber gleichzeitig den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für E-Autos zu lange vernachlässigt zu haben.

Aktuell sorgt sich Osterloh auch um die Autozulieferer. Sie litten derzeit dramatisch unter der Situation der Branche, sagte er im Interview. In ganzen Landstrichen könnte es seiner Einschätzung nach sein, dass deswegen bald Unternehmen schließen müssen. „Das untergräbt auch unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt“, warnte Osterloh. „Das scheint aber in Berlin die Politik nicht zu interessieren.“

Zuletzt stand Osterloh noch selbst im Mittelpunkt der Berichterstattung. Er und andere Betriebsratsmitglieder von VW wurden verdächtigt, jahrelang zu hohe Bezüge kassiert zu haben.

Mehr: Volkswagen will ein neues Werk in einem Billiglohnland bauen. Die Wahl fällt voraussichtlich auf einen Standort, an dem die politische Lage heikel ist: die Türkei.

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