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Bernd Tönjes Schichtwechsel bei der RAG – nun übernimmt Müllers Ziehsohn

Bernd Tönjes ist der neue Vorstandsvorsitzende der RAG-Stiftung. Er verspricht Kontinuität – und weiterhin sprudelnde Einnahmen.
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Freut sich über 17 Milliarden Euro Rücklagen. Quelle: picture alliance/dpa
Bernd Tönjes

Freut sich über 17 Milliarden Euro Rücklagen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einem bergmännischen „Glückauf“ eröffnet der neue Vorstandsvorsitzende Bernd Tönjes die Jahrespressekonferenz der RAG-Stiftung. Und macht gleich klar, wo er herkommt – und wo er hinwill. „Ich bin Bergmann“, erklärt der 62-Jährige auf dem Podium. „Und als solcher stehe ich dafür, dass der öffentlichen Hand die Kosten für die Ewigkeitsaufgaben auf Dauer erspart bleiben.“

Erst im Mai hatte Tönjes’ Vorgänger, der frühere Bundeswirtschaftsminister und Evonik-Aufsichtsratschef Werner Müller, wegen einer schweren Erkrankung all seine Ämter niederlegen müssen. Müller war es, der 2007 als damaliger Manager des Ruhrkohle-Konzerns RAG maßgeblich die Gründung der Stiftung auf den Weg brachte, um die Folgekosten des Steinkohlebergbaus zu bewältigen.

Mit Tönjes übernimmt nun ein Ziehsohn Müllers das Ruder bei der RAG-Stiftung. Als Erfahrung hat Tönjes ein ganzes Leben im Bergbau vorzuweisen: Sein Studium absolvierte er im Bereich Bergbau an der RWTH Aachen, seine Karriere begann er als Diplom-Ingenieur unter Tage bei der Bergbau AG Lippe. Nach Stationen bei der Ruhrkohle Westfalen AG und der Deutschen Steinkohle AG holte Müller den gebürtigen Dorstener in den Vorstand der RAG. Ab 2008 war er dort Vorstandsvorsitzender.

Mit der RAG-Stiftung, die bis heute maßgebliche Anteile an Evonik, der RAG sowie der Immobilienfirma Vivawest hält, übernimmt Tönjes ein gut bestelltes Haus: 2017 erzielte die Stiftung ein Ergebnis von rund 431 Millionen Euro. Für die Zeit ab 2019, wenn die letzten beiden deutschen Steinkohlebergwerke in Bottrop und Ibbenbüren geschlossen sein ‧werden, rechnet die Stiftung mit jährlichen Ausgaben von 220 Millionen Euro, um Grundwasser aus den verlassenen Stollen abzupumpen und Gebiete zu renaturieren. Derzeit verwaltet die RAG-Stiftung ein Vermögen von mehr als 17 Milliarden Euro.

Tönjes machte klar, wer diesen Aufbau geleistet hat – sein Vorgänger: „Seiner großartigen Lebensleistung gilt mein ganzer Respekt. Es ist mir eine Verpflichtung, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.“

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