Bernhard soll Weichen für Ertragswende stellen Volkswagen steht vor großem Umbruch

Europas größter Autobauer soll nach dem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr wieder auf Ertrag getrimmt werden. Nun könnte es bei Volkswagen ans Eingemachte gehen.
Nicht nur dieses Plakat für den VW Golf ist ramponiert. Der gesamte Volkswagen-Konzern hat 2004 einen massiven Gewinneinbruch verzeichnet. Foto: dpa

Nicht nur dieses Plakat für den VW Golf ist ramponiert. Der gesamte Volkswagen-Konzern hat 2004 einen massiven Gewinneinbruch verzeichnet. Foto: dpa

HB WOLFSBURG. Zwar erwartet VW-Boss Bernd Pischetsrieder 2005 keine grundlegende Verbesserung der weltweiten Autokonjunktur - doch intern soll der Laden auf den Kopf gestellt werden. Eine Schlüsselposition dabei spielt Wolfgang Bernhard, seit Anfang Februar der neue starke Mann bei der kriselnden Kernmarke VW.

Bernhard soll eingefahrene Abläufe umkrempeln, Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen - und damit die Voraussetzungen für die Wende schaffen. Auf den früheren Daimler-Chrysler-Manager richten sich derzeit alle Blicke in Wolfsburger: Bernhard könne bereits bald „Grausames“ verkünden, heißt es im Unternehmen.

„Bernhard wird uns einiges zum Nachdenken geben“, sagt VW-Betriebsratschef Klaus Volkert. „Vor allem bei Qualität und Kundenzufriedenheit müssen wir besser werden. Das gilt auch für Arbeitsorganisationen und Prozessabläufe.“ Für das laufende Jahr erwartet Volkert: „2005 werden wir den Ertrag halten können und Marktanteile dazugewinnen.“

Im vergangenen Jahr verschärfte sich die Ertragskrise weiter. Das Ergebnis vor Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr nach vorläufigen Zahlen trotz eines höheren Umsatzes um 18,8 % auf rund 1,1 Mrd. €, wie VW am Montag in Wolfsburg mitteilte. Hauptgründe: Absatzprobleme in den USA und China, der schwache Dollar, gestiegene Rohstoffkosten sowie Preiskämpfe.

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