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Besserer Zugang Deutsche Konzerne schmieden Rohstoff-Allianz

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Offen für weitere Interessenten
Eisenerz-Abbau in Australien: Deutsche Konzerne tun sich zusammen. Quelle: dpa

Eisenerz-Abbau in Australien: Deutsche Konzerne tun sich zusammen.

(Foto: dpa)

Mittlerweile sind die Pläne weit gediehen. Sie basieren auf einem Konzept, das die Unternehmensberatung Boston Consulting Group für den Rohstoffausschuss des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) erarbeitet hat. Ziel ist es, eine global agierende, gewinnorientierte Rohstoffgesellschaft zu gründen, die der deutschen Industrie einen unabhängigen Zugang zu kritischen Rohstoffen ermöglicht. Den Kern bilden Unternehmen wie BASF, Evonik und Thyssen-Krupp

Über die zwölf Firmen hinaus, die bereits fest dabei sind, dürfte sich der Kreis der Akteure noch vergrößern: "Die Rohstoff-Allianz wird auch nach ihrer Gründung offen sein für weitere Interessenten", sagte Ulrich Grillo, Vorsitzender des BDI-Rohstoffausschusses und Vorstandschef der Grillo-Werke AG, dem Handelsblatt. "Wir haben das grundsätzliche Interesse vieler Unternehmen bereits geweckt", sagte er.

Am Anfang stehe die Beteiligung der Unternehmen, um die Allianz ins Leben zu rufen. Dazu soll sich jedes Unternehmen finanziell beteiligen - mit Beträgen von jeweils mehreren Hunderttausend Euro. Wenn es später um konkrete Explorationsprojekte gehe, "stehen ganz andere Beträge im Raum", sagte Grillo.

Ursprünglich sollte am heutigen Donnerstag die Gründungsversammlung der Allianz stattfinden. Doch die Detailverhandlungen ziehen sich in die Länge. Die Akteure sind jedoch zuversichtlich, dass die Allianz im kommenden Frühjahr die Arbeit aufnehmen kann. Rückendeckung für das Vorhaben kommt von politischer Seite. Kanzleramt, Wirtschaftsministerium, Auswärtiges Amt und Entwicklungshilfeministerium unterstützen die Idee, sollen aber nicht Gesellschafter der Allianz werden: "Wir wünschen uns ausdrücklich keine Kapitalbeteiligung des Bundes, würden es allerdings begrüßen, wenn die Bundesregierung die Arbeit der Allianz unterstützen würde", sagte Grillo. Die Bundesregierung habe das Thema "längst erkannt und aufgegriffen".

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