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Bestechungsaffäre Siemens-Mitarbeiter nennt Schmiergeldempfänger

Im Korruptionsskandal um Schmiergeldzahlungen von Siemens sind erstmals konkrete Adressaten der Zahlungen genannt worden. Laut Medienberichten hat ein ehemaliger Mitarbeiter berichtet, dass im Zuge der Olympischen Spiele 2004 in Athen Bestechungsgelder geflossen seien.

HB HAMBURG/MÜNCHEN. Im Korruptionsskandal beim Technologiekonzern Siemens hat ein ehemaliger Mitarbeiter offenbar erstmals detailliert über das System der schwarzen Kassen berichtet und dabei auch konkrete Adressaten der Zahlungen genannt. Dabei erhob der 56-Jährige schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, wie die „Süddeutsche Zeitung“ und das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichteten. Siemens wollte sich mit Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht zu dem Fall äußern.

So sollen im Zusammenhang mit einem Sicherheitssystem für die Olympischen Spiele 2004 in Athen Gelder an dortige Entscheidungsträger im Innen- und Verteidigungsministerium gezahlt worden sein, wie „Der Spiegel“ berichtete. Demnach zufolge erhielt der frühere Athener Statthalter des Konzerns jährlich zwischen acht und zehn Prozent des jeweiligen Jahresumsatzes von Siemens Griechenland, um die Geschäfte mit Bargeld zu fördern. Mitunter seien das rund zehn Millionen Euro gewesen.

Der ehemalige Mitarbeiter soll das System der schwarzen Kassen offenbar maßgeblich mit aufgebaut haben. Schließlich habe man ihm gedroht, alles auf ihn zu schieben, wenn das System auffliegt, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Es habe versteckte Drohungen gegen ihn und großzügige Angebote gegeben. Je nachdem, wie er sich verhalte, werde er im Gefängnis schmoren oder eine sehr großzügige Pension kassieren, schreibt das Blatt weiter.

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