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Beteiligung an MV Agusta Daimler steigt ins Motorradgeschäft ein

Der Stuttgarter Autokonzern tut es Audi gleich: Daimler steigt bei einem Motoradbauer ein. Der Deal mit MV Agusta läuft über den Werkstuner AMG. Die Italiener versprechen sich davon mehr Bekanntheit.
31.10.2014 - 12:48 Uhr Kommentieren
MV Agusta Magni Rennmaschine von 1976: Daimler steigt bei den Italienern mit 25 Prozent ein. Quelle: dpa

MV Agusta Magni Rennmaschine von 1976: Daimler steigt bei den Italienern mit 25 Prozent ein.

(Foto: dpa)

Frankfurt/Düsseldorf Daimler sitzt auf viel Geld. Der Stuttgarter Autohersteller verkaufte zuletzt seinen Anteil am US-Elektroautobauer Tesla. Der Ausstieg spülte weitere 600 Millionen Euro in die Kasse. Jetzt wird investiert: in Motorräder.

Die Sportwagentochter von Daimler hat eine Kooperation mit dem italienischen Motorradhersteller MV Agusta vereinbart. Mercedes-AMG übernehme 25 Prozent an Agusta, teilte Daimler am Freitag mit. Über den Einstieg war bereits seit Juli spekuliert worden.

Die beiden Unternehmen wollen in Marketing und Vertrieb kooperieren. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die zuständigen Behörden müssen dem Vollzug noch zustimmen.

„Mercedes-AMG wird zur weltweiten Expansion und zum beschleunigten Wachstum von MV Agusta beitragen“, sagte Giovanni Castiglioni, Präsident und CEO von MV Agusta. Mercedes-AMG-Chef Tobias Moers sieht in den Italienern den „perfekten Zweirad-Partner“.

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    MV Agusta gehört mehrheitlich der Unternehmerfamilie Castiglioni, die den Motorradbauer bis 2015 an die Börse bringen will. In den 90er Jahren hatten die Brüder Castiglioni ihre Cagiva-Gruppe zu einem beachtlichen Motorradimperium aufgebaut, sie erwarben MV Agusta 1992.

    Der Marktanteil des italienischen Traditionsunternehmens am deutschen Motorradmarkt, der seit vielen Jahren von BMW klar dominiert wird, betrug 2013 ein Prozent. Zum Vergleich: BMW hat rund 21 Prozent.

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