Betriebssysteme Daimler will Android-Integration in Autos verbessern

Bis auf VW waren deutsche Autohersteller bisher zurückhaltend bei der vertieften Integration von Geräten mit dem Google-System Android. Demnächst wird der Kreis größer.
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Internet und Auto wachsen zusammen, der Kampf um die Vorherrschaft bei den Betriebssystemen läuft bereits. Quelle: ap

Internet und Auto wachsen zusammen, der Kampf um die Vorherrschaft bei den Betriebssystemen läuft bereits.

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StuttgartDaimler will in seinen Autos künftig auch Googles Software für eine bessere Integration von Geräten mit dem Betriebssystem Android verwenden. Der Mercedes- und Smart-Hersteller werde dafür voraussichtlich noch in diesem Jahr Googles „Open Automotive Alliance“ beitreten, sagte ein Konzernsprecher der Branchenzeitung „Automobilwoche“.
Dabei wollen die Stuttgarter besonders auf eine sparsame Daten-Weitergabe achten: „Wir glauben, dass Google für die Integration von Smartphones beispielsweise nicht auf die Daten der Tankfüllung zugreifen und auch nicht über das Auto die GPS-Daten abfragen muss, wenn der Fahrer diese ohnehin schon mit seinem Smartphone übermittelt, das er mit dem Auto verbindet.“
Die Android-Allianz fürs Auto war im Januar 2014 gegründet worden. Ein halbes Jahr später stellte Google die Software Android Auto vor. Das ist eine spezialisierte Version des Betriebssystems, die den Anschluss von Android-Geräten erleichtern soll.

Was die neuen Super-Cockpits können
Tesla Model S Cockpit
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Der Elektroautobauer Tesla hat schon bei seinen ersten Fahrzeugen großen Wert auf das Infotainment gelegt - also die gute Bedienbarkeit von Musik-Diensten, Navigationsgerät, Kommunikation und Serviceinformationen zum Fahrzeug. Nun ist dem Unternehmen in den USA ein neuer Coup gelungen ...

Tesla Model S
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... In Kooperation mit dem Mobilfunkanbieter AT&T sollen die Elektroautos mit einem Zugang zum Highspeed-Internet ausgestattet werden. Damit wäre nicht nur ruckelfreies Webradio und Surfen im Internet möglich.

Auch Verkehrsinformationen für das Navigationssystem ließen sich in Echtzeit abrufen. Und bliebe der Wagen stehen, könnte eine Service-Hotline per Netz eine Ferndiagnose des Motors durchführen.

Kia Uvo
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Das Infotainmentsystem von Kia lässt sich per Sprachsteuerung und Touch steuern. Die erste Variante des Systems entwickelten die Koreaner gemeinsam mit Microsoft. Die aktuelle Version setzt auch auf mobile Dienste und baut auf Googles Betriebssystem Android auf. Dadurch kann das System zum Beispiel auf die Karten und Informationen der Plattformen Google-Maps und Google-Places zugreifen. Steuern lässt es sich sich zusätzlich über Android- und Apple-Smartphones.

Audi Tablet
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Wie sehr die Welt der mobilen Rechner in die der Automobilbranche übergreift, zeigt ein neues Produkt aus dem Hause Audi. Erst kürzlich stellte der Autobauer auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas ein eigenes Tablet vor. Unter dem Titel "Audi Smart Display" soll das Gerät die Bedienung der Infotainment-Angebote im Auto erleichtern ...

Audi Tablet
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... Denn während Nutzer Tablets intuitiv bedienen können, tun sich viele mit den umfassenden Möglichkeiten von Infotainmentprogrammen im Auto noch schwer. Das Tablet hat einen 10 Zoll großen Display, der sich ganz einfach mit dem Infotainment in neuen Audi-Modellen verbinden lässt.

Außerdem bietet es einen direkten Zugriff auf Googles Playstore und damit auf alle Android-Apps für Tablets.

Audi und Google
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Gleichzeitig haben Google und Audi erst kürzlich auf der CES in Las Vegas bekannt gegeben, künftig miteinander kooperieren zu wollen. Damit sollen alle Audi-Bordsysteme auf dem Betriebssystem Google Android basieren. Auch in den neuen Modellen von General Motors, Honda und Hyundai wird künftig Android als Infotainmentplattform verbaut. 

Cockpit des Audi TT
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Ein Blick in Audis Sportcoupé-Bestseller: Welche Informationsbestandteile der Fahrer auf das durchgehend gestaltete virtuelle Cockpit holt, ist individuell einstellbar. Es beinhaltet neben den klassischen Anzeigeinstrumenten auch das üblicherweise in der Mittelkonsole platzierte Infotainment-Display.

Noch einen Schritt weiter gehen die Ingolstätder in ihrer Oberklasse-Studie Prologue ...

Apple geht einen ähnlichen Weg mit der Software Carplay, die ebenfalls Apps vom iPhone in die Unterhaltungsanlagen der Autos bringt. Mercedes integriert bisher nur Carplay in einige Modelle.
Dagegen ist Audi ein Gründungsmitglied der Android-Autoallianz.

Vorstandschef Rupert Stadler betonte allerdings auch, dass Google Grenzen beim Datenzugang gesetzt werden sollten. Der „Automobilwoche“ sagte er: „Wir haben mit Google abgemacht: Es gibt ein paar Daten, die wir gegenseitig austauschen. Es gibt aber auch andere Daten, die Google von uns nie bekommen wird. Das war die Grundbedingung für die Zusammenarbeit, und das hat Google respektiert.“

Was an unseren Autos richtig nervt
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Warnhinweise ohne Ende

Ständig schauen Assistenzsysteme dem Fahrer auf die Finger und melden sich mit Blinken und Piepen: Ob der Totwinkelassistent, die Verkehrsschilderkennung, der Spurhalteassistent oder der Abstandsassistent. Immer wieder mischen sie sich ein. Dass man als Fahrer ein wenig entmündigt wird, wenn es um Unfallvermeidung geht, ist ja noch OK. Aber wenn den Überblick verlieren, dann nervts.

Achten Sie mal auf Ihren Spurhalteassistent, wenn sie auf der rechten von zwei Spuren nach links blinken, weil zweispurig links abgebogen wird. Der kapiert das nicht ...

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Schlechte Rundumsicht

Zunehmende Anforderungen an Design und Sicherheit sorgen für flach ansteigende Dachlinien oder breite A-, B-, oder C-Säulen. All das behindert eine gute Rundumsicht. Und erfordert in vielen Fahrzeugen die Anschaffung von Rückfahrkameras. Weil sie ohne diese Extras gar nicht gefahrlos rückwärts eingeparkt werden kann.

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Die Einparkhilfe

Kaum ein Einparken ohne Piepen. Obwohl oft noch ausreichend Platz zum Rangieren ist, schlägt die Einparkhilfe immer wieder Alarm.

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Das vernetzte Auto

Seitdem auch das Auto online ist, greift die ständige Erreichbarkeit und Zerstreuung vom Smartphone auf das Fahrzeug über. Das führt zu noch mehr Ablenkung, von der die zahlreichen Fahrtassistenten schon genug mit sich bringen.

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Von innen zu entriegelnde Tankdeckel

Sie haben schon für viele Ehrenrunden rund ums Auto gesorgt: Tankdeckel, die sich nur von innen entriegeln lassen. Zu oft fällt es einem erst dann ein, wenn man schon davor steht.

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Tastenchaos

Mehr Technik, mehr Knöpfe: Viele Extras erleichtern uns das Autofahren, füllen das Armaturenbrett jedoch mit vielen Knöpfen und Anzeigen. Diese sind außerdem oftmals konfus angeordnet und schlecht zu erreichen.

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Sound Engineering

Die Technik entwickelt sich weiter, wird sparsamer, Motoren werden kleiner – und leiser. Weil das Triebwerk nicht mehr selbst röhrt, helfen Autohersteller nach. Nur sind diese unterlegten Geräusche nicht authentisch und klingen künstlich.

Viele Autohersteller fahren bei dem Thema zweigleisig und wollen sowohl Apples Carplay als auch Android Auto in ihre Fahrzeuge integrieren. Bisher sind allerdings nur wenige Modelle damit ausgerüstet, zugleich gibt es Nachrüst-Geräte.
Google arbeitet daneben auch an selbstfahrenden Autos.

Von dem ersten Modell aus eigener Entwicklung sollen demnächst mehr als 100 Exemplare auf den Straßen Kaliforniens getestet werden. Der Internet-Konzern betonte wiederholt, er wolle eigentlich nicht selbst zu einem Fahrzeughersteller werden. Vielmehr suche das Unternehmen Partner aus der Autobranche.

  • dpa
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