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Betriebsversammlung VW-Betriebsrat fordert Beschäftigungssicherung bis 2028

VW-Chef Diess kündigt einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen an. Betriebsratschef Osterlohn fordert nun eine Beschäftigungssicherung über Diess' Zusage hinaus.
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VW-Chef Herbert Diess sieht Jobs durch Digitalisierung gefährdet Quelle: Reuters
VW-Chef Herbert Diess

Die zunehmende Digitalisierung wird nach Ansicht des Managers Stellen bei VW kosten.

(Foto: Reuters)

WolfsburgDer Megatrend Digitalisierung wird nach Einschätzung von VW-Konzernchef Herbert Diess vor allem in der Verwaltung des Autogiganten Arbeitsplätze kosten. Mit moderner IT ließen sich viele Routinearbeiten und Prozesse automatisieren, sagte er an diesem Mittwoch in Wolfsburg vor rund 20.000 Beschäftigten.

„Klar ist: dadurch werden auch in der Verwaltung Arbeitsplätze wegfallen.“ Dieser Umstand werde etwa über Altersteilzeit sozialverträglich gelöst werden. Diess betonte, er stehe zur Beschäftigungssicherung bis 2025. Dennoch gebe es keine Alternative: „Wir müssen mit unseren Autos deutlich mehr Geld verdienen, um in die Zukunft investieren zu können.“

Der Konzernchef erklärte, wegen der strengen EU-Vorgaben zum CO2-Ausstoß müsse der Anteil der E-Autos bei Volkswagen bis 2030 bei rund 40 Prozent liegen. Allerdings: „Ein E-Auto wird mit etwa 30 Prozent weniger Arbeit hergestellt als ein Verbrenner. Es wird schwer, das nur mit Fluktuation und Altersteilzeit zu bewältigen.“

Gleichzeitig fehlten weiterhin Software-Spezialisten. In dem Segment sollten 2000 neue Stellen entstehen. Diess betonte, er nehme Unsicherheiten und Ängste in der Belegschaft „sehr ernst“. Der bei der Kernmarke „VW Pkw“ fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter hatte kürzlich angekündigt, dass in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen wegfallen sollen.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh fordert angesichts dieser Prognose für die Kernmarke „VW Pkw“ zehn Jahre Beschäftigungssicherung bis Ende 2028. Dies sei die Bedingung für den digitalen Umbau des Unternehmens, sagte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei der Betriebsversammlung vor Tausenden von Beschäftigten.

Gelten solle dies für alle deutschen VW-Standorte: „Wir wollen hier gleiche Sicherheit für alle Volkswagen-Beschäftigten.“ Damit würden die bisherigen Regelungen angeglichen – bislang gibt es die Garantie bis Ende 2025 aus dem „Zukunftspakt“ genannten Sparpaket sowie die Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 für die Werke Emden und Hannover.

Aus Teilnehmerkreisen hieß es zuvor, es sei bei der Betriebsversammlung deutlich voller als normalerweise. Die Halle 11 im Stammwerk habe geschlossen werden müssen, viele Menschen verfolgten das Geschehen von draußen über Bildschirme.

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  • dpa
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